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Eurovision Song Contest : Madonna soll beim ESC-Finale auftreten

Madonna während eines Auftrittes auf dem „2017 Women’s March“ in Washington. (Archivbild) Bild: AP

Aus eigener Tasche will ein Milliardär offenbar einen siebenstelligen Betrag dafür zahlen, dass Madonna beim Finale des ESC in Israel auftritt. Ihr Management soll dem Plan schon zugestimmt haben.

          Madonna soll angeblich beim Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) auftreten. Wie israelische Zeitungen berichten, soll die amerikanische Pop-Diva dafür einen siebenstelligen Dollarbetrag bekommen. Den Auftritt am 18. Mai will der in Kanada geborene Milliardär Sylvan Adams demnach aus der eigenen Tasche zahlen. Der 59 Jahre alte Adams, der fast 25 Jahre lang der Vorstandsvorsitzende einer der größten Immobilienfirmen Kanadas war, besitzt auch die israelische Staatsbürgerschaft.

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Wie es heißt, hatte sich der austragende Sender IPBC, der den Markennamen Kan trägt, vor einigen Monaten an Adams und seinen Geschäftspartner Danny Ben Naim mit der Bitte gewandt, die Übertragung in Israel finanziell zu unterstützen. Im Gespräch war unter anderem der Auftritt eines amerikanischen Superstars, so wie vor drei Jahren in Stockholm, als Justin Timberlake beim ESC-Finale mit seinem Song „Can’t Stop the Feeling!“ Weltpremiere feierte. Vor ein paar Tagen soll das Management der 60 Jahre alten amerikanischen Sängerin Madonna („Like A Prayer“), die eine Anhängerin der jüdischen Kabbala ist, einem Auftritt zugestimmt haben, die Verträge sollen unterschriftsreif sein.

          Wie die „Jerusalem Post“ berichtet, stehen Kan für die Austragung des diesjährigen ESC mit seinen beiden Zwischenrunden und dem Finale 16 Millionen Euro zur Verfügung, zudem kann der Sender weitere zwölf Millionen aus dem laufenden jährlichen Budget in Höhe von 160 Millionen Euro für die größte Fernseh-Unterhaltungsshow der Welt verwenden. Geprüft werden müsse allerdings noch, ob das erst 2014 neu gefasste israelische Rundfunkgesetz zusätzliche Mittel von Dritten überhaupt zulässt, sagte eine Sprecherin von Kan gegenüber der „Jerusalem Post“. Sollte das Gesetz entsprechende Fragen aufwerfen, werde man regelkonform handeln.

          Der Milliardär Sylvan Adams hat schon verschiedentlich Sport- und Kulturveranstaltungen in Israel finanziert. Unter anderem brachte er im vergangenen Jahr den Giro d’Italia nach Jerusalem, Haifa und Tel Aviv. „Adams glaubt, dass die Teilnahme einer Künstlerin wie Madonna beim diesjährigen ESC für große Aufmerksamkeit nicht nur für die Veranstaltung selbst sorgen wird“, ließ sein Geschäftspartner Ben Naim wissen, „sondern auch für die wunderbaren Menschen und die Schönheit des Staates Israel“.

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