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Eurovision Song Contest : Künftig zweimal „douze points“

Vorjahressieger Mans Zelmerloew holte den ESC nach Stockholm. (Archiv-Foto) Bild: dpa

Vor dem Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm wird das Abstimmungsverfahren einer Punktereform unterzogen – das soll für mehr Spannung sorgen. Wie hätte Deutschland im vergangenen Jahr mit dem neuen System abgeschnitten?

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          Das Abstimmungsverfahren beim „Eurovision Song Contest“ (ESC) wird geändert. Wie die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Donnerstag bekanntgab, werden die Stimmen der Zuschauer und der Juroren erstmals im Mai in Stockholm nicht mehr in jedem Teilnehmerland miteinander verrechnet, bevor sie verkündet werden, sondern voneinander getrennt und dann am Ende addiert.

          Peter-Philipp Schmitt
          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Jedes Land kann einem Teilnehmer zukünftig also maximal 24 Punkte geben – zwölf durch die Jury, zwölf durch das Publikum. Bei dem neuen Verfahren werden nach dem Televoting zunächst die Punkte der Jurys aus den 43 Teilnehmerländern abgerufen. Danach werden die Zuschauerpunkte (ebenfalls von eins bis acht, dazu zehn und zwölf) zusammengerechnet und verkündet – beginnend mit dem Land, das die wenigsten Punkte bekommen hat. Aus welchem Land die jeweiligen Punkte kommen, bleibt dann noch geheim. Die EBU, die seit 2012 an dem Verfahren gearbeitet hat, erhofft sich von der Reform „Spannung bis zur letzten Minute“.

          Ann Sophie wäre nur Drittletzte geworden

          In den vergangenen Jahren stand der Gewinner oft schon lange vor dem Ende der Punktevergabe fest. Nach EBU-Angaben garantieren die neuen Regeln auch, dass das Lied, das bei den Zuschauern am besten ankommt, auch zwölf Punkte erhält, unabhängig davon, wie die Jurys abstimmen.

          Hätte es im vergangenen Jahr in Wien schon die neuen Regeln gegeben, wäre Schweden zwar ebenfalls mit 625 Punkten als klarer Sieger hervorgegangen (353 Punkte von den Jurys, 272 Punkte von den Zuschauern). Deutschland aber wäre nicht auf dem letzten, sondern vor Frankreich und Großbritannien auf dem drittletzten Platz gelandet. Denn Ann Sophies „Black Smoke“ hätte insgesamt 29 Punkte bekommen, 24 von den Jurys und fünf von den Zuschauern.

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