https://www.faz.net/-gum-7u8y7

EU-Bericht : Eine Million „Erasmus-Babys“

  • Aktualisiert am

Ein Erasmus-Aufenthalt erweitert den Horizont – und manchmal auch die Familie. Bild: dpa

Die EU fördert mit dem Erasmus-Programm Studienaufenthalte und Praktika im Ausland. Das hat auch Auswirkungen auf das Privatleben: Die EU-Kommission freut sich über eine Million „Erasmus-Babys“.

          1 Min.

          Das beliebte Studentenprogramm Erasmus hat der EU bereits rund eine Million „Erasmus-Babys“ beschert. Das schätzt die EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou, die am Montag in Brüssel eine Studie über die Auswirkungen des Programms auf Job, Fähigkeiten und Leben der Teilnehmer vorstellte (PDF). „Frühere Erasmus-Studenten haben häufig international geprägte private Beziehungen“, schreiben die Experten um Vassiliou. „27 Prozent aller Erasmus-Studenten lernen im Rahmen ihres Erasmus-Aufenthaltes ihren Lebenspartner kennen.“ Seit 1987 seien auf diese Weise rund eine Million Kinder auf die Welt gekommen.

          Zu den wichtigsten Folgen von Erasmus gehören laut Vassiliou auch die besseren Arbeitsmarktchancen. „Für 64 Prozent der Arbeitgeber ist internationale Erfahrung ein wichtiges Einstellungskriterium“, heißt es in der Studie. Auch sei nachgewiesen, dass ein Erasmus-Aufenthalt Querschnittskompetenzen wie Toleranz, Selbstvertrauen und Entscheidungsfreudigkeit stärke. Viele Erasmus-Teilnehmer brächten solche Fähigkeiten schon von Haus aus mit - nach ihrer Rückkehr lägen ihre Werte um 42 Prozent höher als bei ihren Kommilitonen. Fünf Jahre nach dem Abschluss sei die Arbeitslosenquote bei Erasmus-Studenten um 23 Prozent niedriger, berichtet Vassiliou.

          Die Studie basiert unter anderem auf einer Online-Umfrage in 34 europäischen Ländern. Antworten von mehr als 75.000 Studenten und Absolventen flossen ein. Erasmus fördert Studienaufenthalte oder Praktika im Ausland. Das Nachfolgeprogramm „Erasmus+“ unterstützt seit Januar auch berufliche Aus- und Weiterbildungen. Das Budget liegt in den nächsten sieben Jahren bei rund 15 Milliarden Euro.

          Weitere Themen

          Saisonstart in Winterberg Video-Seite öffnen

          Nur mit 2-G-Nachweis : Saisonstart in Winterberg

          Zwei Skilifte im nordrhein-westfälischen Winterberg sind wieder im Betrieb – jedoch nur für Geimpfte und Genesene. Ungeimpfte Wintersportler und Wintersportlerinnen dürfen diese Saison nicht mitfahren.

          Topmeldungen

          Igor Tuleya ist einer der schärfsten Kritiker der Justizreform.

          Die PiS und die Justiz : Wie Polens Regierung Richter unter Druck setzt

          Die Regierung in Warschau will die Gerichte des Landes auf Linie bringen. Polnische Richter, die auf ihrer Unabhängigkeit beharren, werden unter Druck gesetzt. Igor Tuleya ist zu einem der Anführer des Richterprotests geworden.
          Eine Mitarbeiterin der Impfstoffproduktion in Marburg

          KI und Big Data : Die Revolution der Pharmawelt

          Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz und Big Data verändern die Arzneimittelforschung massiv – und bieten Mitarbeitern dabei ganz neue Perspektiven. Ein Blick in die neue Welt der Pharmaindustrie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.