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Regnerischer dritter Advent : Es wird stürmisch – und wärmer

  • Aktualisiert am

Es wird windig in Teilen von Deutschland. Bild: dpa

Am dritten Advent regnet es vielerorts. Dazu wird es in den kommenden Tagen deutlich milder. Stürmische Böen sorgen derweil im Südwesten für Unfälle – für einen Mann endet sein Ausflug im Schwarzwald tragisch.

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          Statt weißer Flocken kommt am dritten Advent viel Regen vom Himmel: Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Samstag mitteilte, ziehen atlantische Tiefausläufer über Deutschland hinweg und sorgen für wechselhaftes, teils windiges Wetter. Dazu wird es in den kommenden Tagen wieder deutlich milder. Bis in die neue Woche hinein erwartet der DWD frühlingshafte Höchstwerte von bis zu 15 Grad.

          Der dritte Advent beginnt der Vorhersage zufolge mit vielen Wolken, dazu breitet sich von Südwesten her Regen aus. Am Nachmittag kann dem DWD zufolge im Alpenvorland und in der Nordhälfte Deutschlands auch mal die Sonne rauskommen. Die Höchstwerte erreichen 7 bis 13, im Alpenvorland sowie im südlichen Oberrheingraben 15 Grad. Im Norden kann es zu stürmischen Böen, in den Gipfeln der Mittelgebirge und Alpen auch zu Orkanböen kommen.

          Die kommende Woche beginnt laut DWD im Süden trocken und zeitweise sonnig, im Rest des Landes bleibt es stark bewölkt. Dem DWD zufolge breitet sich von der Mitte etwas Regen nach Norden aus. Die Höchstwerte erreichen 6 bis 11 Grad. Der Wind schwächt sich demnach ab. Am Dienstag klettern die Höchstwerte dann wieder auf milde 7 bis 15 Grad.

          Lawine erfasst Mann im Schwarzwald

          Am Samstag war ein starkes Sturmtief über den Schwarzwald gezogen. Ein Mann wurde am Feldberg in Baden-Württemberg von einer Lawine verschüttet, als er gemeinsam mit drei Begleitern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren in einer Rinne oberhalb des Feldsees unterwegs war und sich ein Schneebrett löste, teilte die Bergwacht Schwarzwald mit.

          „Aufgrund der schwierigen Verhältnisse vor Ort konnten nur drei
          Bergretter direkt zum Patienten vordringen und ihn medizinisch
          versorgen“, berichteten die Bergretter weiter. Der verletzte Mann sei durch einen Luftretter aus dem Gelände ausgeflogen worden. Die Bergwacht empfiehlt, wegen der jüngsten Schneefälle den markierten Skiraum nicht zu verlassen. Der Feldberg ist mit 1493 Metern der höchste Mittelgebirgsgipfel in Deutschland.

          Auch in Teilen des Saarlandes und von Rheinland-Pfalz sind in der Nacht und am Samstagmorgen zahlreiche Bäume umgestürzt. Wie die Polizei berichtete, kam es zu mehreren Unfällen und immer wieder zu Straßensperrungen. Auch umherfliegende Gegenstände seien gemeldet worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge aber niemand.

          Umgestürzte Bäume verursachen Blechschäden

          Bei Contwig (Landkreis Südwestpfalz) kollidierten laut Polizei zwei 76 und 37 Jahre alte Autofahrer mit einem umgestürzten Baum, der die Landstraße 471 blockierte. Die Polizei schätzte den Schaden auf etwa 15.000 Euro.

          In Neustadt an der Weinstraße krachte ein Baum auf die Windschutzscheibe eines Autos. Auf der Autobahn 48 bei Höhr-Grenzhausen blockierte ein umgestürzter Baum einen Teil der Fahrbahn, wie die Polizei mitteilte. Die Fahrer von zwei Lastwagen und einem Kleintransporter konnten nicht mehr ausweichen und kollidierten mit dem Baum.

          Die Polizei im Saarland meldete landesweit 19 Einsätze im Laufe des Samstags. Verletzt wurde auch hier niemand, es habe sich um kleinere Vorfälle gehandelt, sagte ein Sprecher. So hielt in Bexbach (Saarpfalz-Kreis) ein auf einer Verkehrsinsel stehender Tannenbaum dem Wind nicht stand. Ein für Samstag in Sulzbach/Saar (Regionalverband Saarbrücken) geplanter Weihnachtsmarkt wurde wegen des Windes abgesagt, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Der Saarländische Rundfunk hatte zuvor berichtet.

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