https://www.faz.net/-gum-9b6kv

Bier auf dem Oktoberfest : Erstmals mehr als elf Euro für eine Maß auf der Wiesn

Ob die Besucher der Wiesn trotz der gestiegenen Preisen so sehr nach einem Maß lechzen wie in den vergangen Jahren? Bild: dpa

Die Bierpreise auf dem Münchner Oktoberfest werden 2018 Rekordniveau erreichen. Der Grund liegt dabei weder bei schlechter Hopfenernte noch bei teurer Hefe. Es ist die Terrorgefahr, die die Preise treibt.

          1 Min.

          Die gute Nachricht zuerst: Alkoholfreie Getränke werden auf dem nächsten Oktoberfest etwas preiswerter. Die Maß Bier allerdings wird wesentlich teurer und erstmals die Marke von elf Euro übersteigen. Die geplanten Getränkepreise haben die gastronomischen Betriebe am Mittwoch dem städtischen Referat für Arbeit und Wirtschaft vorgelegt. Als Hauptgrund für die Preiserhöhung führten die Betriebe die gestiegene Umsatzpacht an. Die Stadt hatte die Pacht für die Wirte 2017 wegen der gestiegenen Kosten für die Sicherheitsvorkehrungen angesichts der Terrorgefahr eingeführt.

          Karin Truscheit
          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Der Preis für einen Liter Bier wird sich somit dieses Jahr zwischen 10,70 Euro und 11,50 Euro bewegen. 2017 musste der Wiesn-Besucher noch zwischen 10,60 Euro und 10,95 Euro für einen Liter Bier zahlen. Dieses Jahr sind es also durchschnittlich etwa 3,57 Prozent mehr als im Vorjahr. Für einen Liter Tafelwasser hingegen wird dieses Jahr einen Hauch weniger verlangt als im vergangenen Jahr: Der Durchschnittspreis wird bei 8,72 Euro liegen, 2017 betrug dieser 8,73 Euro. Limonade zu trinken, wird sich am meisten lohnen: Dieses Jahr soll der Preis für einen Liter im Durchschnitt bei 9,27 Euro liegen, immerhin 28 Cent weniger als auf der Wiesn 2017. Um 16 Cent teurer wird hingegen der Liter Spezi: Der Durchschnittspreis wird 2018 auf der Wiesn 9,80 Euro betragen.

          Für die Getränkepreise sind die Unternehmen verantwortlich, nicht die Stadt München. Die Stadt überprüfe jedoch die Preise auf ihre „Angemessenheit“, hieß es dazu am Mittwoch. Dazu würden die Preise auch mit den Bierpreisen der Großbetriebe im Stadtgebiet München verglichen. Demnach liegen die Preise für die Maß Bier aktuell zwischen 5,50 Euro und 10,40 Euro.

          Weitere Themen

          Schweres Erdbeben erschüttert Kreta Video-Seite öffnen

          Erhöhte seismische Aktivitäten : Schweres Erdbeben erschüttert Kreta

          Bei einem schweren Erdbeben auf Kreta ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Mindestens elf weitere Menschen wurden bei dem Erdstoß der Stärke 5,8 verletzt. Amateuraufnahmen zeigen den Moment, in dem im Westen der griechischen Insel Kreta die Erde bebte. Während hier wenig passierte, gab es an anderen Orten auf der größten griechischen Insel erhebliche Schäden.

          Lehrer baute und zündete Rohrbomben

          Fast vier Jahre Gefängnis : Lehrer baute und zündete Rohrbomben

          Ein Lehrer hatte in Berlin acht selbst gebaute Sprengsätze entzündet. Dem Mann, der im Prozess von Freude an Pyrotechnik gesprochen habe, sei klar gewesen, dass sein Handeln gefährlich war, sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung.

          Topmeldungen

          Armin Laschet und CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Montag in Berlin

          Laschet und die Union : Der Kandidat, der enttäuschte

          Nach dem enttäuschenden Wahlergebnis muss der CDU-Vorsitzende Armin Laschet die Parteifreunde besänftigen. Vom zweiten Platz aus versucht die Union, eine Regierungsperspektive zu behalten.
          Christian Lindner (rechts), FDP-Vorsitzender und Robert Habeck, Grünen-Vorsitzender, nehmen am Deutschen Arbeitgebertag 2018 teil.

          Die Grünen und die FDP : Gespräche geübter Gegner

          Inhaltlich liegen FDP und Grüne in vielen Politikfeldern über Kreuz. Doch der Wille zu einer gemeinsamen Regierung bringt sie nun einander näher.
          Die Ko-Vorsitzenden Habeck und Baerbock am Montag in der Bundespressekonferenz

          Nach F.A.Z.-Informationen : Grüne wollen Habeck als Vizekanzler

          Mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin sind die Grünen an ihren eigenen Ansprüchen gescheitert. Nun ist nach Informationen der F.A.Z. klar: Wird die Partei Teil der nächsten Bundesregierung, will sie Robert Habeck zum Vizekanzler machen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.