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Spezielles Erste-Hilfe-Set : So retten Polizisten ihre verletzten Hunde

Bereit für den Notfall: Die Hundeführer Inga-Lina Frohloff und Daniel Witting demonstrieren den Einsatz des Erste-Hilfe-Packs am Dummy K9 Hero. Bild: Daniel Pilar

Auch Diensthunde können bei Einsätzen verletzt werden. Deshalb gibt es in der nordrhein-westfälischen Polizei nun spezielle Erste-Hilfe-Sets und ein Training am lebensgroßen Dummy. Ein Besuch im Ausbildungszentrum.

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          „Polizei! Bleiben Sie stehen!“, ruft Frank Daszkowski dem Mann zu, der sich an einem silbergrauen Auto zu schaffen macht. Doch der Dieb rennt davon, seine Beute wirft er ­hektisch weg. Weit kommt er nicht, denn Daszkowski schickt ihm seine zweieinhalb Jahre alte Diensthündin Cora hinterher. Einen Wimpernschlag später hat Cora ihren Auftrag „Fluchtverhinderung“ er­ledigt: Der gestrauchelte Mann liegt im Gras – und ist trotzdem zufrieden. „Ich spiele gerne den Dieb, weil man die Tiere in dieser Rolle besonders intensiv kennenlernt“, sagt Polizeihundetrainer Markus Kolczack, der eine Bissschutzjacke trägt.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Derweil kommt auf dem weitläufigen Gelände des Polizei-Bildungszentrums am Rand des ostwestfälischen Orts Schloß Holte-Stukenbrock Jive zum Einsatz. Die Hündin ist darauf trainiert, selbst in unwegsamem Gelände jeden noch so kleinen Gegenstand zu erschnüffeln, der nach Mensch riecht. Weil Kolczack hingefallen war, riecht es diesmal ziemlich weitflächig nach Mensch. Aber Jive bleibt konzentriert bei der Sache. Nach wenigen Sekunden zeigt sie an, wo im hohen Gras der Schlüsselbund aus dem Auto liegt. Brav lässt Jive den Schlüsselbund liegen, weshalb sie von Diensthundführerin Inga-Lina Frohloff als Ersatzbeute ihr Lieblingsspielzeug be­kommt, einen kleinen Gummiball. Schon seit sieben Jahren sind die beiden in allen Einsatzlagen ein eingespieltes Team.

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