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Erotik-Fotos am Arbeitsplatz : Model Miranda Kerr zeigt Verständnis für Banker

  • Aktualisiert am

Das australische Model auf dem Laufsteg für Alex Perry Bild: picture-alliance/ dpa

Ein Investmentbanker hatte sich während der Arbeit Fotos des Models Miranda Kerr angeschaut und landete dabei live in den Abendnachrichten. Zunächst musste der Australier um seinen Job zittern. Nach Medienberichten werde er nun seine Position in der Bank behalten.

          Das australische Top-Model Miranda Kerr hat sich für einen Investmentbanker eingesetzt, der um seine Position in der Bank fürchten musste, weil er sich während der Arbeit freizügige Fotos von ihr angeguckt hat. Der Australier David Kiely hatte die Bilder am Dienstag an seinem Computer im Handelssaal der Macquarie Bank in Sydney angeschaut.

          Der Banker hatte dabei nicht bemerkt, dass ein Kollege hinter ihm gerade das Wirtschaftsgeschehen live fürs den Fernsehsender Seven Network kommentierte und so auch seine erotischen Betrachtungen in den Abendnachrichten zu sehen waren. Das Video mit dem Banker wurde bei der Videoplattform YouTube bereits massenhaft abgerufen.

          Unterstützung für Kiely

          Im Internet hat Kiely jedoch eine wachsende Fangemeinde. Das britischen Finanz-Portal hereisthecity.com, hat mit dem „Save Dave“-Blog eine Kampagne zur Rettung seines Jobs gestartet. „Ich habe erfahren, dass es eine Petition zur Rettung seines Jobs gibt, und natürlich werde ich die unterzeichnen“, zitierten australische Medien Kerr am Freitag. Seinen Job müsse Kiely unbedingt behalten, argumentieren die Kampagnen-Macher: „Erstens scheint er ein netter Kerl zu sein, zweitens sind es keine Hardcore-Bilder gewesen, drittens hat er schon genug gelitten und viertens gibt es ohnehin schon zu viel „political correctness“ in der Welt“.

          Freizügige Bilder auf dem Bildschirm: Hier schaut sich Kiely Fotos von Kerr an

          Auch in dem sozialen Netzwerk Facebook gibt es zahlreiche Seiten mit hunderten Fans. Ein Eintrag lobt das „menschliche Gesicht“ des Bankensektors, denn der Banker habe „getan, was alle an seiner Stelle tun würden - sich mitten im stressigen Alltag etwas Zeit nehmen und harmlose Bilder ansehen“. Die Bank hatte nach Beschwerden an den Sender Seven Network eine interne Untersuchung des Falls angekündigt.

          Entscheidung erwartet

          Kiely hatte die Fotos von der schönen Freundin des britischen Schauspielers Orlando Bloom als Anhang an mehrere E-Mails erhalten. Offensichtlich von einem Kollegen, der sich einen Spaß mit ihm erlauben wollte. In der letzten E-Mail sei der Banker aufgefordert worden, sich umzudrehen. Was er auch getan hat, wie auf dem Video zu sehen ist. Die Zuschauer der Abendnachrichten des australischen Senders konnten sein Gesicht so gut erkennen.

          Die australische Zeitung „The Herald Sun“ hat nun berichtet, dass die Verantwortlichen der Macquarie Bank die Beratungen über mögliche arbeitsrechtliche Konsequenzen abgeschlossen haben. David Kiely werde seinen Job behalten.

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