https://www.faz.net/-gum-8ovy8

Neujahrsfeier : Deutschland sichert Silvesterpartys ab wie noch nie

  • Aktualisiert am

Gegen Terror und Übergriffe: Neue Sicherheitskonzepte sollen für mehr Sicherheit zum Neujahr sorgen. Bild: dpa

Mehr Beamte, mehr Straßensperren und mehr Kameras: Die Polizei reagiert auf die Sorge vor Terror und möglichen sexuellen Übergriffen zur Neujahrsnacht. Nicht nur in Köln und Berlin.

          Aus Sorge vor Terror und möglichen Übergriffen auf Frauen feiert Deutschland die Neujahrsnacht unter ungewöhnlich hohen Sicherheitsvorkehrungen. Mehr Polizisten, Straßensperren, Kameras und Böllerverbote sind geplant. Im vergangenen Jahr waren Hunderte Frauen sexuell belästigt worden, auch Vergewaltigungen wurden angezeigt – vor allem in Köln, aber auch in Düsseldorf, Stuttgart und Hamburg. Täter sollen vor allem nordafrikanische Männer gewesen sein. Zuletzt gab der Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt, bei dem am 19.Dezember zwölf Personen ums Leben kamen, Anlass zu weiteren Sicherheitsmaßnahmen – wie etwa Betonblöcke gegen Lastwagen-Attacken.

          Besonders im Fokus steht Köln. Die Domstadt zieht mit einem Bündel von Maßnahmen die Konsequenzen aus dem vergangenen Jahreswechsel. Rund um den Dom wird es eine böllerfreie Zone geben. Leuchtmasten am Bahnhofsvorplatz und in der Altstadt sollen dunkle Ecken ausleuchten. Die Polizei will ihre Präsenz in der Innenstadt um das Zehnfache auf 1500 Beamte erhöhen. An vielen Stellen werden Straßensperren – auch aus Beton – aufgebaut. Für die Absicherung plant die Polizei Gruppenfahrzeuge, Lastwagen und Wasserwerfer ein. Auch soll es mehr Videoüberwachung und Brückensperren geben. Hochauflösende Kameras werden das Geschehen vor dem Hauptbahnhof live ins Polizeipräsidium übertragen.

          Genauso wie in Köln sollen in der Altstadt von Düsseldorf Böller zum ersten Mal verboten werden. Das gilt ebenfalls für Frankfurt, zumindest an der beliebten Mainbrücke Eiserner Steg und in einem abgesperrten Sicherheitsbereich am Fluss. Außerdem gibt es in der Stadt mit Skyline an mehreren Stellen Durchbruchsperren für Fahrzeuge. Berlin, wo am Brandenburger Tor Deutschlands größte Silvesterparty steigt, hat wegen des Anschlags ebenso die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Geplant sind ausgiebige Kontrollen an den Eingängen des umzäunten Geländes. Die Polizei ist mit 1700 Kollegen im Einsatz.

          Auch Hamburg stockt die Zahl der Beamten deutlich auf. 530 Polizisten sollen in St. Pauli und in der Innenstadt im Einsatz sein. Das sind 50 Prozent mehr als vor einem Jahr, als 350 Beamte für Sicherheit sorgten. Die Zahl der zivilen Einsatzkräfte soll verdreifacht werden. Auf den S-Bahnhöfen wird die Bundespolizei verstärkt Präsenz zeigen. Die Wasserschutzpolizei wird das Geschehen an Elbe und Alster von Booten aus im Auge behalten. In München hatte das Jahr 2016 mit einer Terrorwarnung begonnen, unter anderem wurden damals zwei Bahnhöfe gesperrt. Jetzt sei das Sicherheitskonzept nochmals überprüft und neu konzipiert worden, teilte die Polizei mit. Die Beamten seien sichtbar, wachsam und sensibel unterwegs.

          Weitere Themen

          Hitzewarnung für Deutschland

          Deutscher Wetterdienst : Hitzewarnung für Deutschland

          Der Deutsche Wetterdienst rechnet ab Montag mit ersten Hitzewarnungen. Ab Mittwoch soll dann ganz Deutschland von einer Hitzewelle erfasst werden. In einigen Gebieten kommt es dieses Wochenende schon zu Unwettern.

          Tote nach Absturz eines Kleinflugzeugs Video-Seite öffnen

          Bruchsal : Tote nach Absturz eines Kleinflugzeugs

          Laut Polizei wurden bei dem Aufprall auf die Fassade eines Baumarkts drei Menschen getötet. Die Wand des Baumarkts wurde dabei jedoch nicht durchbrochen.

          Der Adler ist gelandet

          Rekonstruierte Landung : Der Adler ist gelandet

          Der Funkkontakt der Apollo-11-Mission gibt einen Eindruck der dramatischen Geschehnisse vor 50 Jahren. 20 Sekunden lagen zwischen Erfolg und Scheitern der Mission.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.