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Erdbeben : Weitere Nachbeben in Indien

  • Aktualisiert am

Suche nach verschütteten Habseligkeiten Bild: dpa

Das Erdbeben in Indien war das das schwerste seit 51 Jahren - ihm folgen derzeit etliche Nachbeben. Zudem sinkt die Hoffnung, Überlebende zu finden.

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          In Indien bebt die Erde immer noch. In der Nacht zum Mittwoch erschütterte ein Nachbeben der Stärke 4,7 auf der Richterskala den Bundesstaat Gujarat. Aber nicht nur der schwankende Boden birgt derzeit Gefahren. Seuchen könnten sich mangels gesäuberten Trinkwassers ausbreiten und auch Plünderungen und Übergriffe durch obdachlos gewordenen Menschen werden zu einer Gefahr.

          Nach dem Erdbeben der Stärke 7,9 auf der Richterskala am Freitag werden immer noch tausende Menschen vermisst. Der indische Verteidigungsminister hatte am Dienstag gesagt, dass möglicherweise 100.000 Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Das Rote Kreuz geht von mindestens 50.000 Toten aus. Bisher wurden knapp 7.000 Leichen geborgen.

          Hilfe per Luftbrücke

          Die Bemühungen der 20.000 Soldaten und Helfer aus dem Ausland richten sich derzeit vor allem dahin, Obdachlose und Verletzte zu versorgen. Dazu nahm die Liga der Gesellschaft des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes eine Luftbrücke ins Katastrophengebiet auf. Zu der Ladung gehörte ein Feldkrankenhaus und Ausrüstung zur Trinkwasserbereitung. Auch der verfeindete Nachbarstaat Pakistan schickte Hilfsgüter. Die indische Regierung wertete das als eine Geste des guten Willens.

          Kaum noch Hoffnung für Verschüttete

          Die Hoffnung, noch Verschüttete unter Häusertrümmern zu finden, sinkt mit jeder Stunde. Mike Thomas, Mitglied einer britischen Bergungsmannschaft, sagte, dass Menschen nicht fünf Tage ohne Wasser überleben könnten. „Wir versuchen es trotzdem noch einen Tag lang,“ sagte er. Die Weltgesundheitsorganisation wies derweil Befürchtungen zurück, dass die Toten unter den Trümmern Seuchen auslösen könnten. Von den Leichen gehe keine Ansteckungsgefahr aus.

          Neue Steuer

          Um in den betroffenen Gebieten weitere finanzielle Hilfe leisten zu können, kündigte der indische Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee eine neue Steuer an.

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