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Erdbeben in Iran : 16 Länder entsenden Rettungsteams nach Bam

  • Aktualisiert am

Unterstützung aus aller Welt, hier zwei chinesische Helfer Bild: AP

Im Wettlauf gegen die Zeit haben Rettungskräfte aus aller Welt in Iran die Suche nach Überlebenden des verheerenden Erdbebens fortgesetzt. Nach Rettungskräften aus Europa und den Nachbarländern Irans trafen auch Hilfstransporte aus den Vereinigten Staaten ein.

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          Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben im Südosten Irans ist die Hoffnung auf weitere Überlebende dramatisch gesunken. Bis Sonntag seien etwa tausend Menschen lebend aus den Trümmern geborgen worden, meldete die iranische Nachrichtenagentur Irna. Rettungsmannschaften aus 16 Ländern unterstützen die Such- und Bergungsarbeiten. Die Such- und Rettungsphase werde wahrscheinlich noch am Sonntag beendet. Die Hoffnung, Überlebende unter den eingestürzten Häusern zu finden, ist auf Null gesunken. Die Lehmhäuser sind völlig in sich zusammengestürzt, so daß sich keine Hohlräume bilden konnten, in denen die Menschen überleben konnten. Außerdem liegt die Außentemperatur um den Gefrierpunkt.

          Bis Sonntag entsandten mehr als 20 Länder Hilfsteams nach Südiran. Die iranische Regierung nahm auch von den als Erzfeind eingestuften Vereinigte Staaten Hilfe an, lehnte jedoch Angebote aus Israel ab. Die arabischen Golfstaaten richteten Luftbrücken ein. Syrien schickte 40 Tonnen Hilfsgüter, davon überwiegend Medikamente.

          Hilfsgüter dringend benötigt

          Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) wollte ab Montag von der jordanischen Hauptstadt Amman aus mit einer gecharterten Maschine im Pendelverkehr chirurgische Geräte, Decken, Matratzen und Zelte nach Bam bringen. Das deutsche Technische Hilfswerk (THW) schickte ein zweites Flugzeug mit Hilfsgütern und setzte seinen Einsatz fort. Auch Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, des Arbeiter Samariter Bundes, des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Rettungshundeverbandes sind angereist.

          Das Technische Hilfswerk entsandte Dutzende Mitarbeiter und schickte Hilfsgüter nach Iran

          Eine Sprecherin des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA), Madeleine Moulin-Acevedo, bezeichnete die Lage in der vom Erdbeben weit gehend zerstörten Stadt Bam als sehr ernst, obwohl in weiten Teilen schon wieder die Strom- und Wasserversorgung funktioniere. Benötigt würden jetzt dringend Hilfsgüter wie Medikamente sowie Reis, Speiseöl und Mehl. Darüber hinaus müßten Unterkünfte für die Hilfsgüter errichtet und die Überlebenden mit Küchenausrüstungen versorgt werden.

          Spenden an:

          DRK: Bank für Sozialwirtschaft, Konto 41 41 41, BLZ 370 205 00, Stichwort „Iran“

          Aktion Deutschland Hilft (ADRA, Arbeiter Samariter Bund, Arbeiterwohlfahrt, Care, Help, Die Johanniter, Malteser,
          Paritätischer Wohlfahrtsverband, World Vision): Bank für Sozialwirtschaft, Konto 10 20 30, BLZ 370 205 00, Stichwort „Iran“

          Caritas: Bank für Sozialwirtschaft, Konto 202, BLZ 660 205 00, Stichwort „Erdbeben Iran“

          Diakonie „Katastrophenhilfe“: Postbank Stuttgart, Konto 502 707, BLZ 600 100 70, Kennwort „Erdbebenhilfe Iran“

          Welthungerhilfe: Sparkasse Bonn, Konto 1115, BLZ 380 500 00, Stichwort „Iran“

          UNICEF: Sozialbank Köln, Konto 300 000, BLZ 370 205 00

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