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Erdbeben : Erdbeben in Mittelamerika fordert über 600 Tote

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Cristina Menjivar trauert um ihren Bruder, der Opfer des Erdbebens in Santa Tecla, El Salvador, wurde. Bild: dpa

Das schwere Erdbeben in Mittelamerika hat in El Salvador und Guatemala bislang mehr als 600 Menschenleben gefordert. Tausende von Menschen werden noch vermisst. Unpassierbare Straßen erschweren den Hilfskräften die Rettung der Überlebenden.

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          Drei Tage nach dem Erdbeben in Mittelamerika ist das ganze Ausmaß der Katastrophe noch nicht abzusehen. Nach offiziellen Angaben zählten die Helfer in El Salvador bis
          Montagabend (Ortszeit) 609 Tote und rund 2.400 Verletzte. Die Regierung des Landes befürchtet jedoch, dass die Zahl der Opfer weiter steigen wird, die Polizei geht von über 1.000 Toten aus. Fast 20.000 Menschen mussten ihre zerstörten oder beschädigten Gebäude verlassen und sind nun obdachlos. Viele Ortschaften waren nach wie vor unerreichbar, da Straßen zerstört oder verschüttet und Telefonleitungen unterbrochen waren.


          Präsident Francisco Flores rief im Fernsehen dazu auf, Hubschrauber zur Verfügung zu stellen, um die von der Außenwelt Abgeschnittenen erreichen zu können. Dutzende Gemeinden müssten vorerst aus der Luft versorgt werden. Die Menschen bräuchten Nahrungsmittel, Decken und Zelte. Auch schweres Räumgerät fehle, um
          die Straßen wieder freizuräumen. Im ganzen Land übernachteten viele Menschen aus Angst vor weiteren Erschütterungen im Freien. Trotz zahlreicher Nachbeben in der Region setzten Rettungshelfer ihre Sucharbeiten mit Spürhunden, Hacken, Schaufeln und bloßen Händen fort.

          Erde bebte auch in Mexiko



          Das Beben war auch in Honduras, Nicaragua, Guatemala und Mexiko zu spüren gewesen. Die guatemaltekischen Behörden meldeten sechs Tote. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 7,6 auf der Richter-Skala lag rund 100 Kilometer vor der salvadorianischen Küste im Pazifik.
          Am Montag begann die Regierung damit, noch nicht identifizierte Todesopfer in Massengräbern beizusetzen. Der drohende Ausbruch von Seuchen mache dies nötig, hieß es.


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