https://www.faz.net/-gum-3681

Epidemien : Cholera-Epidemie in Mosambik: Bereits 139 Tote

  • Aktualisiert am

Ambulanz per Boot: Kampf gegen Cholera in Mosambik Bild: dpa

Seit Monaten leidet Mosambik unter einer sich ausbreitenden Cholera-Epidemie. 139 Menschen sind der Krankheit bereits zum Opfer gefallen.

          1 Min.

          Als sich vor zwei Jahren die Cholera in Mosambik ausbreitete, waren die Folgen verheerend. Mehr als 1.000 Menschen fielen der Epidemie zum Opfer. Jetzt geht wieder die Angst vor der tödlichen Seuche in dem südostafrikanischen Land um. Seit Monaten breiten sich die Cholera-Bakterien erneut aus. Acht von elf Provinzen sind bereits betroffen.

          Nach einer vorläufigen Bilanz der Gesundheitsbehörden des Landes sind bisher 139 Menschen der Epidemie zum Opfer gefallen. Besorgniserregend ist allerdings die Zahl der Infizierten. 11.527 Erkrankte wurden bisher gezählt. Die Epidemie begann im vergangenen August in der zentralen Sambesi-Region. Dort sind auch 50 Prozent der bisherigen Todesfälle zu beklagen, sagte der stellvertretende Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde, Avertino Barreto, im staatlichen Rundfunk. Derzeit besonders kritisch ist die Situation offenbar in der Provinz-Hauptstadt Tete im Nordwesten Mosambiks. Dort werden nach offiziellen Angaben tagtäglich 15 bis 20 neue Infektionsfälle gezählt.

          Überflutungen begünstigen Ausbreitung

          Begünstigt wird die Ausbreitung der Epidemie durch schwere Regenfälle, die die Flüsse über die Ufer treten ließen und so für großflächige Überschwemmungen gesorgt haben. Auf diese Weise wurden die meisten Wasserstellen, an denen sich die Menschen versorgen, kontaminiert. Das Gesundheitsministerium fordert die 18 Millionen Einwohner des Landes im nationalen Radiosender immer wieder dazu auf, ihr Trinkwasser vor dem Verzehr abzukochen, um sich vor einer Infektion zu schützen. Da die meisten Mosambikaner aber keinen Zugang zu Wasser aus einem geregelten Wassersystem haben, ist der Selbstschutz äußerst schwierig. Die Epidemie kann sich somit weiter ausbreiten.

          Weitere Themen

          Russe schmuggelt dicken Kater ins Flugzeug

          Zehn Kilo Haustier : Russe schmuggelt dicken Kater ins Flugzeug

          Dass sein Kater Victor zu dick für die Passagierkabine des Flugzeugs ist, wollte ein russischer Katzenbesitzer nicht hinnehmen: Heimlich checkte er eine dünnere Katze ein – und nahm Victor trotzdem mit. Nun folgen Konsequenzen.

          Topmeldungen

          Der umstrittene Tesla-Gründer Elon Musk am Dienstagabend in Berlin, als er überraschend zur Verleihung des „Goldenen Lenkrads“ auftauchte.

          Auch Design und Entwicklung : Musk verspricht Berlin eine Tesla-Fabrik

          Jetzt ist es raus: Elon Musk wird seine nächste „Gigafactory“ nahe Berlin bauen. Mehr Details ließ er sich nicht entlocken. Fest steht, dass dort nicht nur produziert, sondern auch entwickelt und entworfen wird.

          Rennen um SPD-Spitze : Das Duell der Ungleichen

          Scholz zieht den Säbel, Geywitz sekundiert: Ihre Gegner, Esken und Walter-Borjans, Lieblingskandidaten der Jusos, sehen im direkten Duell der SPD-Spitzenkandidaten blass aus. Ein Abend im Willy-Brandt-Haus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.