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Epidemie : Neue Ebola-Angst in Afrika

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Nur notdürftiger Schutz: Ebola-Ausbruch, Kongo 1995 Bild: dpa

Ein Wort lässt weltweit die Alarmglocken schrillen: Ebola. Das tödliche Virus scheint in zwei afrikanischen Staaten erneut ausgebrochen zu sein.

          Eines ist bereits sicher: "Es ist ein hämorrhagisches Fieber, aber wir müssen noch überprüfen, ob es sich um Ebola handelt oder nicht", sagt Auguy Ebeja von der Organisation "Ärzte ohne Grenzen". Der Medizinier umreißt mit diesen Worten die Situation im Kongo - dem früheren Zaire -, wo seit dem 17. November bereits 17 Menschen an einer fiebrigen Krankheit gestorben sind, die alle Symptome des gefährlichen Ebola-Virus' zeigt.

          "Wir bereiten uns auf eine absolute Notfallsituation vor", betont Mediziner Ebeja. Seuchenexperten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bereits unterwegs in die von dem Fieberausbruch besonders betroffenen Ortschaften Dekese und Ilebo, die rund 700 Kilometer östlich der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa in der Kasaai-Provinz liegen. Insgesamt wurden inklusive der Todesopfer bisher bei 30 Personen in der Region die typischen Ebola-Symptome festgestellt - darunter die besonders gefährlichen inneren Blutungen bei hohem Fieber.

          Rätselhaftes Fieber in Gabun

          Ein weiterer Verdacht auf Ebola existiert derzeit im Norden Gabuns. Dort starben in den vergangenen Tagen ebenfalls sechs Personen an einem hämorrhagischen Fieber. Der Virus, der dort die tödliche Erkrankung ausgelöst hat, konnte bisher noch nicht eindeutig identifiziert werden. Doch auch hier deutet vieles auf einen Ebola-Ausbruch hin. Besonders betroffen ist die Ortschaft Mekambo. Die Regierung des westafrikanischen Staates beorderte ein von Militärkräften unterstütztes Medizinerteam in die mögliche Seuchenregion.

          Typische Ebola-Regionen

          Der Verdacht auf Ebola wird in beiden aktuellen Fällen auch dadurch genährt, dass sie in typischen Ebola-Gegenden auftreten. In der gabunischen Ortschaft Mekambo starben vor fünf Jahren 66 Menschen an dem tödlichen Fieber. Auch im Kongo, der sogar als "Heimat" des Virus vermutet wird, treten immer wieder Ebola-Epidemien auf - zuletzt 1995, als rund um die Ortschaft Kikwit 245 Menschen starben. Kikwit liegt 350 Kilometer südlich vom jetzt betroffenen Ort Dekese. Der letzte Ebola-Ausbruch ereignete sich im vergangenen Jahr in Uganda. 173 Menschen starben.

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