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Loveparade : Vernebelung

  • -Aktualisiert am

Wer ist Schuld? Die Wahrheit bleibt in Duisburg nebulös Bild: dpa

Wer ist für das Unglück bei der Loveparade verantwortlich? Die Lage ist nebulös, die Beteiligten tragen wenig zur Klärung bei. Zumindest das Grundkonzept für den Einlass der Besucherströme muss sich wohl die Stadt Duisburg zuschreiben lassen.

          Immer präziser werden die Rekonstruktionen des Geschehens, bei dem in Duisburg 21 Menschen erdrückt wurden; immer nebulöser wird das Bild zurechenbarer Verantwortlichkeiten. Nachdem sich der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger am gestrigen Vormittag noch einmal vor seine Polizeibeamten gestellt hatte, legte die Stadt Duisburg einen Zwischenbericht vor, wonach auch städtischen Bediensteten kein Fehlverhalten vorzuwerfen ist. Von dem zwischenzeitlich bekanntgewordenen Vermerk eines städtischen Dezernenten, der die Verantwortung aus Sicherheitsgründen abgelehnt hat, ist darin allerdings nichts zu lesen.

          Am Tag des Unglücks hat die Stadt wohl tatsächlich nichts mehr falsch machen können, weil sie für die Lenkung der Massen nicht zuständig war. Doch das Grundkonzept mit nur einem Eingang für Besucherströme aus verschiedenen Richtungen war auf kommunalem Mist gewachsen. Wie weit dieses Konzept ursächlich mit dem Tod von 21 Menschen zusammenhängt, bleibt noch zu klären. Eines kann wohl nicht sein: dass sie am Ende „selbst schuld“ waren.

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