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„Ich möchte mich auch an dieser Stelle ausdrücklich entschuldigen”: Adolf Sauerland

Love-Parade-Unglück : Adolf Sauerland räumt Fehler ein

Der Duisburger Oberbürgermeister räumt Fehler im Umgang mit dem Unglück bei der Love Parade im Sommer ein. Das schreibt der scharf kritisierte Adolf Sauerland in einer „Weihnachtsgrußwort“. Bislang wies er jede Verantwortung zurück.

Ermittlungen zur Loveparade : Die Katastrophe in der Katastrophe

Immer mehr wird offenbar, dass auch der Polizei eklatante Fehler unterliefen, die zur Loveparade-Katastrophe in Duisburg führten. Die offiziellen Informationen bleiben allerdings verwirrend und unvollständig. Ist heute im Landtag „uneingeschränkte Aufklärung“ zu erwarten?
Ein Kerzenmeer gedenkt der Opfer, während die Suche nach den Schuldigen fortgesetzt wird

Loveparade-Unglück : Rechtsgutachten entlastet Polizei

Die gegenseitigen Schuldzuweisungen nach dem Loveparade-Unglück nehmen kein Ende: Ein Gutachten des nordrhein-westfälischen Innenministeriums sieht die Verantwortung bei der Stadt Duisburg und dem Veranstalter - und entlastet die Polizei.

Loveparade-Unglück : Jäger gesteht ein: Polizei hat Fehler gemacht

Nordrhein-Westfalens Innenminister Jäger hat erstmals eingestanden, dass es kurz vor dem Unglück bei der Loveparade in Duisburg auch Polizeipannen gegeben hat. Absprachen mit dem Veranstalter, um den Besucherzustrom im Griff zu behalten, wurden anscheinend nicht eingehalten.

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  • Feiern in Zeiten der Trauer: Die Teilnehmer legten einen emotionalen Balanceakt hin

    Street Parade in Zürich : Tanzen gegen die Trauer

    Die Loveparade-Katastrophe vor drei Wochen war nicht nur für Technofans ein Schock. Bei der Street Parade in Zürich versuchten Raver nun, die Starre abzulegen. Doch auch Gedenken hatte einen Platz. Am Nachmittag hielt die Menge zu einer Schweigeminute inne.
  • Sauerland: „Es muss geklärt werden, wer der Verursacher war”

    Loveparade : Sauerland will aufklären, nicht zurücktreten

    Der Duisburger Oberbürgermeister Sauerland lehnt einen Rücktritt weiter ab und räumt auch keine persönliche Schuld an den Todesfällen bei der Loveparade ein: „Es muss geklärt werden, wer der Verursacher dieses tragischen Ereignisses war. So weit sind wir noch nicht.“
  • 24. Juli 2010: An der Treppe auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes - die für 21 Menschen zu einer tödlichen Falle wurde

    Loveparade-Tragödie : Polizisten sollten Treppen sichern

    Aus einem nun öffentlich gewordenen Einsatzbefehl geht hervor, dass auch die Polizisten Eingänge, Zäune und Treppen auf dem Veranstaltungsgelände der „Loveparade“ in Duisburg sichern sollten. Sie sollten den Veranstalter „lageabhängig“ unterstützen.
  • Noch immer erinnern Kerzen an die Katastrophe bei der Loveparade

    Loveparade-Unglück : „Wir stehen vor einer Flut von Daten“

    Die Ermittlungen zu den Ursachen der Loveparade-Katastrophe beschäftigen inzwischen fünf Staatsanwälte und mehr als 80 Fahnder. Sie müssen allein 900 Stunden Videomaterial sichten. Rund 220 Strafanzeigen gegen Verantwortliche beim Veranstalter, der Stadt Duisburg und der Polizei liegen vor.
  • Ausgebuht: Adolf Sauerland

    Adolf Sauerland : Der Gehasste

    Nach der Loveparade-Katastrophe hat der Oberbürgermeister von Duisburg die Kritik magnetisch angezogen. Noch immer hält der mediale Hagelschlag an. Dabei war Sauerland einer, von dem man ganz zu recht sagt, er trage das Herz auf dem rechten Fleck.
  • Duisburg : „Die Stadt ist aus dem Gleichgewicht“

    Josef Krings war lange Oberbürgermeister von Duisburg. Jetzt, nach der Katastrophe mit 21 Toten bei der Love Parade, ist er wieder da - mit 83 Jahren. Weil der Stadt in der schweren Krise eine große Figur fehlt.
  • Wer ist Schuld? Die Wahrheit bleibt in Duisburg nebulös

    Loveparade : Vernebelung

    Wer ist für das Unglück bei der Loveparade verantwortlich? Die Lage ist nebulös, die Beteiligten tragen wenig zur Klärung bei. Zumindest das Grundkonzept für den Einlass der Besucherströme muss sich wohl die Stadt Duisburg zuschreiben lassen.
  • Duisburg : Stadt weist Anschuldigungen von sich

    Die Stadt Duisburg hat in einer Sondersitzung des Innenausschusses schwere Vorwürfe gegen den Veranstalter der Loveparade erhoben. Nordrhein-Westfalens Innenminister Jäger (SPD) verwahrte sich gegen „den durchsichtigen Versuch“, der Polizei die Schuld zu geben.
  • Duisburg : „Werde mich meiner Verantwortung stellen“

    In einer schriftlichen Stellungnahme hat Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) angekündigt, sich „selbstverständlich“ einem Abwahlverfahren zu stellen. Seine Entlassung will er aber nicht beantragen.
  • Das Gesetz der Masse: Forscher vermuten hinter dem Phänomen die Sehnsucht des Menschen nach sozialer Interaktion

    Loveparade : Aufgehen in der Masse

    Menschen suchen große Massen wie die Loveparade in Duisburg nicht, um sozial zu interagieren, sondern um sich vom allgegenwärtigen Interaktionszwang zu befreien. Dahinter steht die Sehnsucht, in einem großen Ganzen aufzugehen, sich ihm auszuliefern, sich zu verlieren.
  • Wulff kündigte an, die Ersthelfer auszeichnen zu wollen

    Loveparade : Wulff erinnert Sauerland an Verantwortung

    Bundespräsident Wulff hat den Duisburger Oberbürgermeister an seine politische Verantwortung erinnert: Zwar habe jeder als unschuldig zu gelten, dessen Schuld nicht erwiesen ist. „Doch unabhängig davon gibt es auch eine politische Verantwortung“, sagte er.
  • Loveparade in Duisburg : Tod im Tunnel

    Um die Verantwortung wird noch gestritten, doch sicher ist: Bedenken, die Loveparade in Duisburg abzuhalten, hat es früh gegeben. Die arme Stadt wollte mit der Loveparade klotzen. Tricksen war normal, alles für die gute Sache. Wer dagegen war, hielt am Ende den Mund.
  • Trauerfeier in Duisburg : „Die Loveparade wurde zum Totentanz“

    21 Kerzen für die Toten: Eine Woche nach der Loveparade wurde in Duisburg der Opfer gedacht. Am zentralen Gottesdienst nahmen neben Angehörigen auch Kanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff teil. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Kraft sicherte in ihrer Trauerrede eine lückenlose Aufklärung zu.
  • Duisburg : Eine Stadt mit vielen Gesichtern

    Deutschland schaut schon die ganze Woche, und speziell an diesem Samstag auf Duisburg, wo die Trauerfeier für die bei der Loveparade verunglückten Menschen stattfand. Die Blicke treffen auf eine gebeutelte Stadt.
  • Kommentar : Erdrückende Bürde in Duisburg

    Verantwortung kann Ruhm und Ehre bedeuten, sie kann aber auch zu einer schweren Bürde werden. Ein Oberbürgermeister, der nicht auf der Trauerfeier für die Opfer des größten Unglücks erscheinen kann, kann seine Pflichten nicht mehr erfüllen.