https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/emoticons-smileys-bald-in-fuenf-hautfarben-13249783.html

Emoticons : Smileys bald in fünf Hautfarben

  • -Aktualisiert am

Lachen, zwinkern, küssen und weinen – Afro-Emojis nach dem Design eines afrikanischen Handyherstellers Bild: OJU Africa

Verschiedene Gesichter für verschiedene Menschen: Bislang können Verfasser von Textnachrichten ihre Gefühlslage fast nur mit gelben Gesichtern ausdrücken, doch die Smiley-Welt soll bunter werden.

          1 Min.

          Das Leben ist bunt, Emoticons sollen es nun auch werden. Die Piktogramme, die in Textnachrichten, Mails und Apps die Gefühlslage des Verfassers ausdrücken, erreichen die Nutzer nach Jahren in eintönigem Gelb künftig auch in Schattierungen von Pink bis Schwarz. „Menschen überall auf der Welt wollen Emoticons, die Vielfalt reflektieren. Das gilt besonders für die Hautfarbe“, ließ das amerikanische Unicode-Konsortium wissen, das die Smileys und seine weniger glücklichen Variationen gestaltet.

          Falls der Zusammenschluss von Software-Unternehmen den Vorschlag der Entwickler Mark Davis (Google) und Peter Edberg (Apple) annimmt, können Nutzer von Juni 2015 an die sogenannten Emojis personalisieren – einfach durch das Drücken einer Taste ihres Smartphones. Die fünf geplanten Hautfarben orientieren sich an den Tönen der Fitzpatrick-Skala, die der amerikanische Dermatologe Thomas Fitzpatrick vor fast 40 Jahren zur Klassifizierung der Hautfarbe entwickelte.

          Auch prominente verlangten neue Emojis

          Emoticons in gelber Farbe, vor etwa 15 Jahren im grellen Ton der weißen Zeichentrickfamilie „Die Simpsons“ in Japan gezeichnet, konkurrieren dann mit Rosa- und Brauntönen. In den vergangenen Jahren waren immer wieder Rufe nach mehr Abwechslung laut geworden. Auch Prominente wie die Sängerin Miley Cyrus verlangte wiederholt nach Emojis, die der Demografie Rechnung tragen. „Eine Aktualisierung der Hautfarbe ist längst überfällig“, twitterte der ehemalige Kinderstar schon vor zwei Jahren.

          Einige Monate später folgte online eine Petition, als einigen Nutzern auffiel, dass nur zwei der etwa 800 Emoticons nicht-kaukasische Züge trugen – ein asiatisch anmutendes Gesicht und ein Kopf mit Turban. Als im August 2013 schließlich die ersten Posts kursierten, die Emoticons als rassistisch einstuften, wurden die Rufe nach mehr Melanin lauter. „Emojis gehören zu unserer Jugendkultur. Wir möchten, dass sich jeder in ihnen wiedererkennt“, ließen die Verfasser des Aufrufs damals wissen. Wie der Sender BBC meldete, setzten sich die Apple-Entwickler damals sofort zusammen.

          Weitere Themen

          Großbrand an Hamburger Schule

          Am letzten Schultag : Großbrand an Hamburger Schule

          Die Schüler der Stadtteilschule Finkenwerder sollten am Mittwoch eigentlich ihre Zeugnisse erhalten, doch in der Nacht bricht ein Feuer in der Schule aus. Grund dafür war wahrscheinlich eine Gasexplosion.

          Topmeldungen

          Hat einen Plan: Bundeswirtschaftsminister und Vize-Kanzler Robert Habeck (Grüne)

          Energiesicherheit : Der Gas-Notfallplan für den Herbst

          Die Regierung plant die Uniper-Rettung und rüstet sich für eine mögliche Gassperre in der kommenden Woche. Wie das genau ablaufen könnte: Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten.
          Wüste statt Wasser: Schiffswracks in Usbekistan am ausgetrockneten Aralsee

          Unruhen in Zentralasien : Jetzt auch noch Usbekistan

          Eine geplante Verfassungsänderung hat in Usbekistan zu blutigen Protesten geführt. Auch in anderen zentralasiatischen Ländern eskalierten erst kürzlich Konflikte.
          „Es ist wichtig, den Mund aufzumachen“: Giulia Gwinn

          Giulia Gwinns Geschichte : Mama wollte nicht

          Ihre Karriere beginnt mit einer Lüge: Mittlerweile ist Giulia Gwinn die bekannteste Fußballspielerin der deutschen EM-Mannschaft. Ihre Geschichte erzählt viel über den Status ihres Sports.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.