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Emoticons : Smileys bald in fünf Hautfarben

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Lachen, zwinkern, küssen und weinen – Afro-Emojis nach dem Design eines afrikanischen Handyherstellers Bild: OJU Africa

Verschiedene Gesichter für verschiedene Menschen: Bislang können Verfasser von Textnachrichten ihre Gefühlslage fast nur mit gelben Gesichtern ausdrücken, doch die Smiley-Welt soll bunter werden.

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          Das Leben ist bunt, Emoticons sollen es nun auch werden. Die Piktogramme, die in Textnachrichten, Mails und Apps die Gefühlslage des Verfassers ausdrücken, erreichen die Nutzer nach Jahren in eintönigem Gelb künftig auch in Schattierungen von Pink bis Schwarz. „Menschen überall auf der Welt wollen Emoticons, die Vielfalt reflektieren. Das gilt besonders für die Hautfarbe“, ließ das amerikanische Unicode-Konsortium wissen, das die Smileys und seine weniger glücklichen Variationen gestaltet.

          Falls der Zusammenschluss von Software-Unternehmen den Vorschlag der Entwickler Mark Davis (Google) und Peter Edberg (Apple) annimmt, können Nutzer von Juni 2015 an die sogenannten Emojis personalisieren – einfach durch das Drücken einer Taste ihres Smartphones. Die fünf geplanten Hautfarben orientieren sich an den Tönen der Fitzpatrick-Skala, die der amerikanische Dermatologe Thomas Fitzpatrick vor fast 40 Jahren zur Klassifizierung der Hautfarbe entwickelte.

          Auch prominente verlangten neue Emojis

          Emoticons in gelber Farbe, vor etwa 15 Jahren im grellen Ton der weißen Zeichentrickfamilie „Die Simpsons“ in Japan gezeichnet, konkurrieren dann mit Rosa- und Brauntönen. In den vergangenen Jahren waren immer wieder Rufe nach mehr Abwechslung laut geworden. Auch Prominente wie die Sängerin Miley Cyrus verlangte wiederholt nach Emojis, die der Demografie Rechnung tragen. „Eine Aktualisierung der Hautfarbe ist längst überfällig“, twitterte der ehemalige Kinderstar schon vor zwei Jahren.

          Einige Monate später folgte online eine Petition, als einigen Nutzern auffiel, dass nur zwei der etwa 800 Emoticons nicht-kaukasische Züge trugen – ein asiatisch anmutendes Gesicht und ein Kopf mit Turban. Als im August 2013 schließlich die ersten Posts kursierten, die Emoticons als rassistisch einstuften, wurden die Rufe nach mehr Melanin lauter. „Emojis gehören zu unserer Jugendkultur. Wir möchten, dass sich jeder in ihnen wiedererkennt“, ließen die Verfasser des Aufrufs damals wissen. Wie der Sender BBC meldete, setzten sich die Apple-Entwickler damals sofort zusammen.

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