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Eisenbahn : Erste Untersuchungen nach Zugunglück in Italien

  • Aktualisiert am

69 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt Bild: dpa/dpaweb

Bei dem schweren Zugunglück in Mittelitalien wurden insgesamt 69 Menschen verletzt. Eine Sonderkommission soll jetzt die Ursache des Unglücks klären.

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          Nach dem schweren Zugunglück am Dienstag in Mittelitalien wollen Staatsanwaltschaft und Verkehrsministerium die Ursachen klären. Insgesamt seien 69 Menschen verletzt worden, elf davon schwer, teilte die Polizei in Frosinone am Mittwoch mit.

          Bei dem heftigen Zusammenstoß eines fahrenden Zuges mit einem in der Station Roccasecca stehenden Zug hatten sich mehrere Waggons übereinander getürmt und ineinander verkeilt. Wie durch ein Wunder wurde niemand getötet. Die Lokführer des aufgefahrenen Zuges gaben an, sie hätten grünes Licht für die Einfahrt in den Bahnhof erhalten: „Deshalb haben wir nicht gebremst. Als wir den anderen Zug sahen, war es bereits zu spät.“ Aus Kreisen der Staatsbahn hieß es hingegen, die Ampeln seien ordnungsgemäß auf Rot geschaltet gewesen. Deshalb wird menschliches Versagen als Unglücksursache nicht ausgeschlossen.

          Sonderkommission soll aufklären

          Italiens Verkehrsminister Pietro Lunardi bestellte eine Sonderkommission zur Klärung ein. Am Mittwoch wurde ein Gleis des Bahnhofs Roccasecca wieder für den Zugverkehr geöffnet. Unterdessen mehrte sich die Kritik an der Sicherheit der italienischen Bahn. Die betroffenen Züge seien noch nicht mit einem neuen Alarmsystem ausgerüstet gewesen, das den Unfall hätte verhindern können, beklagten Gewerkschaftssprecher.

          Trümmerberge
          Trümmerberge : Bild: dpa/dpaweb

          Das letzte schwere Zugunglück in Italien hatte sich erst am 7. Januar auf der Linie Bologna-Verona in der Nähe des Ortes Crevalcore ereignet. Damals starben beim Frontalzusammenstoß eines Personenzuges mit einem Güterzug in dichtem Nebel 17 Menschen.

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