https://www.faz.net/-gum-qf2g

Einkommens-Statistik : Familien verfügen über mehr als 3700 Euro netto im Monat

  • Aktualisiert am

Statistik: Mit der Zahl der Kinder steigt das Nettoeinkommen Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Im Durchschnitt kann eine Familie in Deutschland im Monat über mehr als 3700 Euro netto verfügen. Vor allem Kindergeld und Steuervergünstigungen sorgen für Einkommensunterschiede.

          1 Min.

          Familienhaushalte haben durchschnittlich im Monat ein Netto-Einkommen von 3753 Euro zur Verfügung. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag zum Internationalen Tag der Familie (15. Mai) mit. Als Familienhaushalte gelten Paare mit Kindern, die jünger als 18 Jahre alt sind. Kinderlose Paare verfügten im Untersuchungszeitraum über ein durchschnittliches Einkommen von gut 3100 Euro.

          Je nach Kinderzahl gibt es nach den Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), die sich auf erste Halbjahr 2003 beziehen, allerdings deutliche Unterschiede. Während das Einkommen bei Paaren mit einem Kind bei 3256 Euro im Monat liegt, können Paare mit zwei Kindern (4026 Euro) auf rund 750 Euro mehr zurückgreifen. Paare mit drei Kindern bringen es auf 4364 Euro. Die Einkommensunterschiede ergäben sich nicht durch das Bruttoeinkommen, sondern hauptsächlich durch die Unterstützungen des Staates wie Kindergeld und Steuervergünstigungen, hieß es beim Statistikamt.

          Mehr Kinder, weniger Konsum

          Familien mit steigender Kinderzahl geben nach der Untersuchung geringere Anteile ihres Einkommens für den privaten Verbrauch aus. Bei Paaren mit einem Kind betrug der Konsumanteil 74 Prozent ihres ausgabefähigen Einkommens, bei Paaren mit zwei und drei Kindern jeweils 71 Prozent. Im ersten Halbjahr 2003 flossen bei den Familien im Schnitt monatlich 2742 Euro in den Konsum.

          Mit höherer Kinderzahl steigt zugleich der Anteil des Einkommens, der auf die hohe Kante gelegt wird. Paare mit einem Kind sparten 12,4 Prozent ihres verfügbaren Einkommens, Paare mit zwei Kindern 15,3 Prozent und Paare mit drei Kindern 15,8 Prozent.

          58 Prozent der Familien in eigenen Wänden

          Deutliche Unterschiede zeigen sich auch beim Haus- und Grundbesitz. Anfang 2003 lebten im Schnitt 58 Prozent der Familien in den eigenen vier Wänden. Bei Paaren mit einem Kind lag der Anteil bei 47 Prozent, bei Paaren mit zwei Kindern wohnten fast zwei Drittel (64 Prozent) im eigenen Haus, bei Paaren mit drei Kindern waren es sogar fast drei Viertel (72 Prozent). Damit verfügten die Familien im Schnitt über ein Immobilienvermögen von 147.000 Euro. Nur die Hälfte der kinderlosen Paare lebte in der eigenen Immobilie.

          Weitere Themen

          Ein sozialer Ausgleich für die Klimapolitik

          FAZ Plus Artikel: CO2-Preis : Ein sozialer Ausgleich für die Klimapolitik

          Der CO2-Preis verteuert vor allem Autofahren und Heizen. Das birgt soziale Sprengkraft. Die Einnahmen sollen daher über einen fairen Ausgleich an die Bürger zurückfließen. Bloß wie?

          Topmeldungen

          Springer-CEO Mathias Döpfner Mitte März in Berlin

          Mathias Döpfner in der Kritik : Western war gestern

          Springer-Chef Mathias Döpfner trauert Julian Reichelt nach. Er hat offenbar nicht verstanden, dass er Teil des Problems ist. Auf einer informellen Ebene hat ihm sein Vorgehen nachhaltig geschadet, heißt es aus dem Silicon Valley.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.