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Ein Minister und sein Baggerunfall : „Nächstes Mal ein Spaten“

  • Aktualisiert am

Personenschützer befreien den Innenminister aus dem umgestürzten Bagger. Bild: dapd

Um einen Straßenbau einzuweihen, setzte sich der bayerische Innenminister Jochim Herrmann (CSU) am Montag in einen Bagger. Plötzlich kippte das 40 Tonnen schwere Fahrzeug um. Ein Gespräch über Baggerunfälle und Spatenstiche.

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          Herr Minister, wie geht es Ihnen heute?

          Mir geht es gut, danke. Es ist ja nichts Schlimmes passiert.

          Wieso ist denn der riesige Bagger einfach umgekippt?

          Zweimal haben wir mit der Baggerschaufel Erde ausgehoben, doch dann ist der Bagger irgendwie in Schieflage geraten. Der Untergrund, ein Wiesenboden, war ziemlich nass und weich, so konnte die linke Seite des Baggers in den weichen Boden sinken. Es hat am Untergrund gelegen, denn der Baggerführer hat mir versichert, dass es eigentlich unmöglich ist, mit so einem schweren Gerät umzufallen.

          Was ging Ihnen durch den Kopf, als der Bagger kippte?

          Der ist ja nicht einfach umgestürzt, das ging ziemlich langsam, wie in Zeitlupe. Man ist da machtlos, wenn sich diese Kettenräder in die Erde graben. Zudem wurde dann das Führerhaus, in dem wir waren, langsam zerquetscht. Ich dachte nur: Wenn das jetzt nicht aufhört, wird es eng.

          40 Tonnen wiegt der Bagger, mit dem der Minister verunglückte.
          40 Tonnen wiegt der Bagger, mit dem der Minister verunglückte. : Bild: dapd

          Was hat Sie gerettet?

          Der ausgefahrene Bagger-Arm hat dann das weitere Einsinken gestoppt. Durch den Druck ist aber die Fensterscheibe im Führerhaus gesplittert. Durch dieses Loch konnte ich dann aus dem Bagger klettern.

          Sie sind danach noch zu einem weiteren Termin gefahren. Waren Sie nicht verletzt?

          Ich habe nur ein paar Schnittwunden und Abschürfungen an den Händen und am Kopf von der gesplitterten Scheibe. Ich konnte mich dann im Haus des Kemptener Oberbürgermeisters ein wenig frisch machen. Danach ging es weiter.

          Fahren Sie prinzipiell gerne mit dem Bagger?

          Ich bin am Montag keinen Zentimeter gefahren. Wir hatten ja nur Erde ausgehoben. Auf Wunsch der Gemeinde oder der Autobahndirektion bin schon manchmal bei ähnlichen Terminen in einen Bagger gestiegen. Beim nächsten Mal würde ich jedoch wieder zum Spaten greifen.

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