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Fipronil-Belastung : Zwei Festnahmen im Eier-Skandal in den Niederlanden

Im Skandal um mit Fipronil belastete Eier hat es Festnahmen gegeben. Bild: AFP

Die Verhafteten sind die Geschäftsführer des Unternehmens Chickfriend. Die Firma hatte das Insektengift in Agrarbetrieben angewandt.

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          Im Zuge der Ermittlungen zum Skandal um mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier hat die niederländische Justiz am Donnerstag zwei Personen festgenommen. Dabei handelt es sich um die 31 und 24 Jahre alten Geschäftsführer des Unternehmens Chickfriends. Die auf die Bekämpfung von Ungeziefer spezialisierte Firma soll ein mit Fipronil versetztes Reinigungsprodukt bei dem nordbelgischen Unternehmen Poultry-Vision erworben und in Geflügelbetrieben zur Anwendung gebracht haben.

          Michael Stabenow

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Beneluxländer.

          Die Männer werden verdächtigt, die öffentliche Gesundheit durch die Vermarktung eines verbotenen Produktes gefährdet zu haben. Falls es sich um Vorsatz handele, drohten Haftstrafen bis zu 15 Jahren, hieß es in Den Haag. Zu den Festnahmen kam es im Zuge einer zwischen den Niederlanden und Belgien  abgestimmten Justizaktion mit insgesamt 19  Hausdurchsuchungen.

          Unterdessen verwahrte sich die Europäische Kommission dagegen, schon am 6. Juli und nicht erst, wie bisher angenommen, am 20. Juli über Fipronil-Verdachtsmomente informiert worden zu sein. Sie bestätigte, dass  Belgien schon am 6. Juli über das EU-Informationssystem  AAC bilateral Auskünfte von den Niederlanden verlangt habe. Dabei sei es jedoch, wie bei dem am 20. Juli eingeschalteten EU-Schnellwarnsystem RASFF, nicht um gesundheitliche Risiken, sondern um  einen mutmaßlichen Betrug mit Fipronil gegangen.

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