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Ehe-Haltbarkeitsformel : Verliebe dich oft, verlobe dich selten, heirate vielleicht

Pünktliche Trennung: Demi Moore und Ashton Kutcher Bild: dpa

Ehen scheitern in Hollywood oft besonders schnell. Warum manche Promi-Ehe keine Chance auf Nachhaltigkeit hat, versuchen zwei Amerikaner mit einer Celebrity-Formel nachzuweisen.

          Bei Britney Spears und Jason Alexander waren es 58 Stunden, bei Carmen Electra und Dennis Rodman neun Tage, bei Elizabeth Taylor und Conrad „Nicky“ Hilton war es immerhin ein gutes halbes Jahr. Ehen scheitern, und in Hollywood oft nicht nur sehr schnell, bei den Prominenten kann man meist schon beim Ja-Wort vorhersagen, wann die Trennung fällig ist.

          Immerhin ein halbes Jahr: die Ehe von Liz Taylor und Conrad „Nicky“ Hilton Bilderstrecke

          Die dafür notwendige Formel ist ganz einfach: Entscheidend sind die Bekanntheit und das Alter der beiden (Taylor war 1950 gerade volljährig, Hilton sechs Jahre älter), die Länge der Beziehung (Spears heiratete Alexander betrunken und ohne vorherige Beziehung), wie viele Ehen die beiden zuvor schon eingegangen sind (es war Taylors erste Hochzeit!) und der Sex-Symbol-Faktor der künftigen Ehefrau, der sich daran bemisst, wie viel oder wenig Kleidung die Braut auf den ersten fünf Fotos trägt, die eine Google-Suche im Internet ergibt (bei „Baywatch“- Electra war er 1998 noch sehr hoch).

          Drei Paare haben sich pünktlich getrennt

          Im Jahr 2006 stellten Garth Sundem und John Tierney erstmals ihre „Sundem/Tierney Unified Celebrity Theory“ vor. In dieser Woche zogen sie eine erste Bilanz und konnten zufrieden feststellen, dass sie mit ihrer Theorie bei mindestens drei Paaren exakt richtig lagen: Demi Moore und Ashton Kutcher, Pamela Anderson und Kid Rock sowie Britney Spears und Kevin Federline haben sich pünktlichst getrennt. Ein Paar muss sich nach der Sundem/Tierney-Prognose noch in diesem Jahr trennen: Will Smith und Jada Pinkett-Smith. Tatsächlich verdichten sich die Trennungsgerüchte in den Zeitungen bereits seit Wochen. Zwei Paaren gaben die Theoretiker mindestens fünf gemeinsame Ehejahre, und sie behielten auch damit recht: Jennifer Garner und Ben Affleck sowie Luciana Barroso und Matt Damon sind jeweils seit 2005 miteinander verheiratet.

          Doch Sundem/Tierney irrten auch in einem Fall gewaltig: Katie Holmes und Tom Cruise müssten ihrer Rechnung nach längst geschiedene Leute sein, weil er - damals - so viel bekannter war als sie und schon zweimal geschieden und sie so viel jünger ist als er. Ihren damaligen Fehler haben die beiden Experten inzwischen erkannt. Es war der Promi-Faktor. Den machten sie an den Google-Treffern insgesamt fest, doch das war zu simpel, wie Garth Sundem sagt. Dabei werde nämlich die Art der Prominenz nicht berücksichtigt. Sundem/Tierney verfeinerten mittlerweile ihre Theorie und bauten eine Fallhöhe ein, die nun die Qualität des Ruhms berücksichtigt.

          Promifaktor „New York Times“

          Das Maß aller Dinge sind jetzt eine der seriösesten und einflussreichsten Tageszeitungen Amerikas, die „New York Times“ (NYT), für die der Journalist John Tierney seit 1990 arbeitet, und das Boulevardmagazin „The National Enquirer“ (ENQ). Ein Promi, der häufiger in der NYT erwähnt wird, steht besser da als ein Promi, dem sich vor allem der ENQ widmet. Im ersteren Fall hält die Ehe länger, wie Sundem/Tierney am Beispiel Katie Holmes (ihr Name findet sich doppelt so oft in der NYT wie im ENQ) nachweisen konnten. Darum haben auch - trotz aller anderen möglichen Widrigkeiten - Calista Flockhart und Harrison Ford, Chelsea Clinton und Marc Mezvinsky, Beyoncé Knowles und Jay-Z sowie natürlich auch Catherine, die Herzogin von Cambridge, und Prinz William beste Chancen, insgesamt auf mindestens 15gemeinsame Ehejahre zu kommen.

          Die schlechte Nachricht für Katie Holmes und Tom Cruise lautet aber: 15Jahre werden es keinesfalls. Und noch eindeutiger lauten die Prognosen für Jessica Simpson, Britney Spears oder auch die Kardashian-Schwestern: Für sie macht eine Ehe derzeit so gar keinen Sinn, es sei denn, sie kalkulieren eine baldige Scheidung von vornherein mit ein.

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