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Dresden : Bombenkoffer hätte zahlreiche Menschen töten können

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Der vor einer Woche am Dresdner Hauptbahnhof gefundene Koffer enthielt Sprengstoff auf TNT-Basis. Die Polizei stuft die Bombe als sehr gefährlich ein. Bisher fehlen Hinweise auf die Täter.

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          Der Bombenkoffer von Dresden hätte viele Menschen auf dem Hauptbahnhof der Landeshauptstadt töten und verletzen können. Der Sprengsatz, der vor einer Woche entdeckt und entschärft wurde, bevor er Unheil anrichten konnte, enthielt 1,6 Kilogramm Sprengstoff auf TNT-Basis, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Freitag mit.

          Die Ermittler gehen davon aus, daß das Zündsystem aktiviert war und mit einem Zeitauslöser gestartet werden sollte. Bei der Entschärfung des Koffers durch Experten des Bundesgrenzschutzes (BGS) sei der Zeitzünder allerdings zerstört worden, so daß vermutlich der geplante Explosionszeitpunkt nicht mehr herauszufinden sei.

          Zeugen gesucht

          Bei der Suche nach den Tätern tappt die Sonderkommission „Bahnhof“ weiter im Dunkeln. Es könne sich sowohl um einen irrational handelnden Einzeltäter als auch um eine politische Straftat handeln. Die Polizei erhofft sich Hinweise von Reisenden, um unter anderem herauszufinden, wann genau der Koffer auf dem Bahnhof abgestellt wurde. Bislang steht den Angaben zufolge lediglich fest, daß der Trolley zwischen 16.00 und 19.20 Uhr am Freitag, den 6. Juni, abgestellt wurde.

          Auf den herrenlosen Koffer waren am Freitagabend vergangener Woche Reinigungskräfte auf einem Bahnsteig aufmerksam geworden. Bei näherer Untersuchung mit Sprengstoffhunden schlugen die Tiere an. Anschließend wurde der Sprengsatz von Spezialisten des BGS mit Hilfe einer Wasserkanone und eines Roboters unschädlich gemacht.

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