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Drehtür-Drama : Gefährliche Drehtüren werden ausgetauscht

  • Aktualisiert am

Um weitere Vorfälle wie den tragischen Tod eines kleinen Jungen in einer automatischen Drehtür zu verhindern, wird der Flughafen Köln/Bonn alle Türen des Typs austauschen.

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          Nach dem tödlichen Unfall eines Kindes in einer Drehtür am Flughafen Köln/Bonn vor rund einer Woche will die Flughafenleitung die Türen im Terminal 2 ausgetauscht. „Wir werden alle Drehtüren vom Typ der Unglückstür am Flughafenterminal 2 ausbauen und durch Türen, die einem anderen Prinzip folgen, ersetzen“, sagte Flughafenchef Michael Garvens der Zeitung „Kölner Stadt-Anzeiger“. Mit den Planungen der Umbauten in Millionenhöhe werde sofort begonnen, bestätigte Flughafensprecher Walter Römer.

          Am vergangenen Donnerstag war ein 20 Monate alter Junge in den Spalt zwischen der Außenhülle und dem sich drehenden Innenteil der Tür geraten und tödlich verletzt worden. Zuvor hatte sich ein 19 Monate altes Mädchen bei einem Unfall in der Drehtür den Arm gebrochen. Außerdem hatte es zwölf weitere glimpfliche Unfälle seit Betriebsstart der Türen im Jahr 2000 gegeben.

          Keine fertige Alternative vorhanden

          Insgesamt müssen laut Römer neun Drehtüren ausgetauscht werden. Problematisch sei, daß es keine fertigen Türsysteme als Ersatz für die jetzigen gebe. Zunächst hatte Garvens angegeben, ein Tüv-Gutachten zum Unfallhergang abwarten zu wollen. Es wird Anfang kommender Woche erwartet. Die Staatsanwaltschaft will anhand der Expertise entscheiden, ob und gegen wen möglicherweise wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird.

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