Digitale Überwachung :
Wer sendet, sündigt nicht

Von Nina Rehfeld
Lesezeit: 5 Min.
Immer mehr Schüler in den Vereinigten Staaten sind zu jeder Zeit elektronisch zu orten. Aktivisten warnen vor dem Zugriff auf die Daten durch Fremde. Doch die wenigsten Eltern fürchten eine totale Überwachung.

Es klingt nicht nur ein bisschen nach George Orwells „1984“: Im texanischen San Antonio tragen Schüler seit Ende August einen Chip mit sich herum, der ihre Ortung zu jeder Zeit ermöglicht. Mehr als 260 000 Dollar hat der Schulbezirk North Side in ein Versuchsprogramm investiert, das nicht nur Schwänzer und Zuspätkommer elektronisch ausmanövriert, sondern den Schulen helfen soll, öffentliches Geld zurückzugewinnen, das nach der Anzahl der täglich gezählten Schüler bemessen wird. Zwei Millionen Dollar an entgangenen Fördermitteln hofft man in San Antonio mit Hilfe der Chipkarten einzuholen.

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