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Nach Amoklauf in München : Trittbrettfahrern drohen hohe Kosten

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Großaufgebote der Polizei, wie hier nach der Schießerei vergangenen Freitag in München, können auch durch Fehlmeldungen zustande kommen. Das kann für die Verursacher teuer werden. Bild: dpa

Mehrmals haben Menschen in sozialen Medien nach dem Amoklauf vergangenen Freitag in München Straftaten angedroht. Eine Provokation, die teuer werden kann.

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          Nach dem Amoklauf von München hat die Polizei sogenannte Trittbrettfahrer vor Konsequenzen gewarnt. „Es gibt zur Zeit Menschen, die meinen, es sei ein Spaß, mit der Angst seiner Mitmenschen zu spielen“, schrieb die Polizei am Donnerstag auf ihrer Facebookseite. Die Androhung von Straftaten könne nicht nur strafrechtliche Folgen haben, es kämen auch erhebliche finanzielle Konsequenzen auf den Betreffenden zu.

          In jedem einzelnen Fall werde der Verursacher ermittelt. „Wer absichtlich und grundlos einen Polizeieinsatz auslöst, muss die Kosten dafür übernehmen“, warnte die Polizeibehörde.

          Pro eingesetztem Beamten pro Stunde würden jeweils 54 Euro in Rechnung gestellt. Bei einem Hubschraubereinsatz werden demnach 1700 Euro pro Stunde fällig. Werden mehrere Hundertschaften samt Hubschrauber eingesetzt, kommt der Polizei zufolge sehr schnell ein Betrag zusammen, „den derjenige dann ein ganzes Leben lang abbezahlen muss“, so die Münchner Polizei.

          Nach dem Amoklauf vom vergangenen Freitag hatten nach Polizeiangaben mehrere Menschen vor allem in sozialen Netzwerken Straftaten angedroht. In der Vernehmung gaben sie dann unter anderem an, dass sie provozieren wollten oder aus Spaß gehandelt hätten.

          Ein 18 Jahre alter Münchener hatte am Freitag neun Menschen getötet, bevor er sich selbst erschoss. Der Amoklauf hielt die bayerische Landeshauptstadt für Stunden im Griff.

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