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Nach Amberg und Bottrop : Das Elend des Aufrechnens

Bottrop, Osterfelder Straße, am Tag nach dem Attentat in der Silvesternacht. Bild: dpa

Der Streit über die Taten von Bottrop und Amberg zeigt, dass die deutsche Debattenkultur nur noch Reflexen folgt. Gibt es da ein Gegenrezept?

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          Im oberpfälzischen Amberg haben am Abend des 29. Dezember vier junge Asylbewerber, von denen drei aus Afghanistan stammen und einer aus Iran, offenbar wahllos Passanten angegriffen und zwölf Menschen durch Schläge oder Tritte verletzt. Ein 17-Jähriger musste wegen einer Kopfverletzung im Krankenhaus behandelt werden. Die vier mutmaßlichen Täter im Alter zwischen 17 und 19 Jahren, die laut den Ermittlern während der Angriffe „nicht unerheblich“ alkoholisiert waren, wurden gegen 21 Uhr festgenommen und sitzen in Untersuchungshaft.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Im Ruhrgebiet, in Bottrop und in Essen, ist in der Silvesternacht ein 50 Jahre alter Deutscher aus Essen insgesamt viermal mit seinem Auto auf Menschengruppen zugerast und hat acht Menschen verletzt. Unter den Opfern sind zwei Kinder im Alter von vier und zehn Jahren. Das Leben einer 46 Jahre alten Frau aus Syrien konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Der mutmaßliche Täter, ein Arbeitsloser, der an einer psychischen Erkrankung leiden soll, hat sich nach seiner Festnahme fremdenfeindlich geäußert und, so der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU), „in Tötungsabsicht“ gehandelt. Auch dieser mutmaßliche Täter befindet sich nun in Untersuchungshaft.

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