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Die Etablierten : Alte Bekannte neu entdeckt

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Die Schauen verführten Dorothee Schumacher zu einer verblüffenden Weiterentwicklung ihrer Mode, raus aus der manchmal allzu romantischen Ecke Bild: Helmut Fricke

Rena Lange, Dorothee Schumacher oder Allude machen seit Jahren gute Mode. Wie modisch sie aber wirklich sind, das zeigt sich erst, seit sie ihre Kollektionen auf dem Catwalk am Bebelplatz präsentieren.

          Sie könnten ja auch alle zu Hause bleiben. Aber Dorothee Schumacher aus Mannheim, Anja Gockel aus Mainz, die Marken Boss aus Metzingen sowie Rena Lange und Allude aus München kommen nach Berlin – und bestätigen damit den Trend weg vom Rhein, weg von Düsseldorf. Die Modewoche sorgt eben für einen neuen Blick auf deutsche Modemarken, die man eigentlich zu kennen glaubt und die als gehobene Konfektion fest im Einzelhandel verankert sind.

          Gerade das war bisher oft ihr Problem: Rena Lange, Schumacher oder Allude machen seit Jahren gute Mode; wie modisch sie aber wirklich sind, das zeigt sich erst, seit sie ihre Kollektionen auf dem Catwalk am Bebelplatz präsentieren. Beispiel Rena Lange: Eine Nachrichtenagentur verbreitete noch diese Woche aus Versehen ein Bild mit der Unterschrift: „Fashion designer Rena Lange waves after the presentation of his autumn/winter collection“ – obwohl natürlich Kreativdirektor Julian Neale auf dem Bild zu sehen ist. Die Marke ist also, wie Firmenchef Daniel Günthert bestätigt, sichtbarer geworden, weshalb die Agenturen überhaupt Bilder bringen.

          Aber es dauert natürlich in Deutschland, bis Julian Neale so bekannt ist wie in England etwa John Galliano, der rund 300 Mal so viele Google-Treffer aufweist. Jedenfalls wissen jetzt immer mehr Menschen, dass die Marke nicht nur Unternehmergattinnen ausstattet. Dorothee Schumacher, die zunächst mit ihrer Marke im Stillen wirkte, geht es ebenso. Die Schauen verführten sie zu einer verblüffenden Weiterentwicklung ihrer Mode, raus aus der manchmal allzu romantischen Ecke. Auch Andrea Karg von Allude nutzt die Gelegenheit, zeigt nicht mehr in New York, wo deutsche Marken einen schweren Stand haben, sondern hier – und peppt ihre Kaschmirkollektion mit einer Performance der schwedischen Sängerin Li Lykke auf, die vor Beginn der Schau für sanfte Melancholie im hektischen Modezelt sorgt. Auch dagegen ist nichts zu sagen.

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