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Nach Unwettern : Verkehr in Teilen Deutschlands gestört

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Im hessischen Langen zieht ein starkes Unwetter mit Sturmböen durch die Straßen der Stadt. Bild: dpa

Ein starkes Unwetter sorgt in Teilen Deutschlands für Störungen und Ausfälle im Bahnverkehr. Auch auf vielen Autobahnen gibt es massive Behinderungen. Am Frankfurter Flughafen wird die Abfertigung zwischenzeitlich eingestellt.

          Heftige Gewitter sind am Sonntag über Teile Mittel- und Süddeutschlands hinweggezogen und haben Probleme im Bahn- und Flugverkehr verursacht. In Walldorf (Hessen) schlug ein Blitz in ein Stellwerk der Deutschen Bahn ein, wie die DB via Twitter mitteilte. Zwischen den Hauptbahnhöfen von Mannheim und Frankfurt sei deshalb derzeit kein Zugverkehr möglich, hieß es dort. Die Techniker seien bereits vor Ort. Es kam zu Verspätungen von 90 Minuten, bei einigen ICEs dauerte es noch länger.

          Insbesondere in Hessen sei der Zugverkehr wetterbedingt gestört, sagte ein Bahn-Sprecher. Etwa auf den Strecken zwischen Darmstadt und Frankfurt sowie zwischen Hanau und Aschaffenburg gab es Oberleitungsstörungen. Umgestürzte Bäume lagen an mehreren Orten auf den Gleisen und behinderten vor allem den Regionalverkehr. Es könne in den betroffenen Bereichen zu Verspätungen und einzelnen Ausfällen kommen, sagte der Sprecher. Der Fernverkehr werde umgeleitet, einige Züge würden in Bahnhöfen zurückgehalten. Wie lange die Störungen anhalten sollen, war zunächst unklar.

          Auch auf dem Frankfurter Flughafen machten sich die heftigen Gewitter bemerkbar. Um Personal und Reisende zu schützen, sei die Abfertigung auf dem Vorfeld vorübergehend eingestellt worden, sagte eine Sprecherin des Betreibers Fraport. Auch die Zahl der landenden Maschinen sei reduziert worden. Zunächst 26 Flüge seien bis Sonntagabend annulliert worden - größtenteils Inlandsflüge. Fünf Flüge wurden umgeleitet.

          Besonders stark von Unwettern betroffen war in Hessens Süden die Region um Mörfelden, wie die Polizei mitteilte, die von chaotischen Zuständen sprach. Das Dach des Rathauses sei teilweise abgedeckt worden. Autos seien von umstürzenden Bäumen beschädigt worden.

          Auf der A3 bei Rodgau weht das Unwetter zahlreiche Blätter und Äste auf die Fahrbahn.

          Die Gewitter zogen am Sonntagabend von der Pfalz und Südhessen in Richtung Südosten, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes sagte. Die Unwetter sollten bis ins nördliche Unterfranken und möglicherweise nach Thüringen ziehen. Es habe schwere Sturmböen, heftigen Starkregen und Hagel gegeben. Die Gewitter sollten dort aber in den Abendstunden abflachen.

          Sturmböen haben neben der A3 bei Rodgau einige Bäume einknicken lassen.

          Eine weitere Gewitterlinie zieht sich nach Angaben des DWD-Meteorologen von Mittelfranken Richtung Osten. Besonders die Regionen Nürnberg und Ingolstadt sollten am Abend betroffen sein: Es sollte zu Orkanböen und ebenfalls zu heftigem Regen und Hagel kommen, sagte er. Auch in Baden-Württemberg und Bayern sei für die Nacht zunächst keine allgemeine Entspannung in Sicht.

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