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Auswärtiges Amt bestätigt : Deutsches Todesopfer bei Beben in Ecuador

  • Aktualisiert am

Auch fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben suchen Rettungsteams mit Hunden in den Trümmern nach Überlebenden. Bild: dpa

Die Zahl der Todesopfer ist auf 570 gestiegen. Unter ihnen befinden sich 13 Ausländer. Wegen der enormen wirtschaftlichen Schäden will der Präsident derweil Steuern erhöhen.

          Bei dem Erdbeben in Ecuador mit mehr als 500 Todesopfern ist auch eine Deutsche ums Leben gekommen. „Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Toten auch eine deutsche Staatsangehörige ist“, bestätigte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Berlin.

          Die deutsche Botschaft in Quito stehe im engen Kontakt mit den Angehörigen und den Behörden vor Ort. Zu Alter und Herkunft der Frau gab es keine Angaben. Zuvor hatte bereits die Staatsanwaltschaft Ecuadors mitgeteilt, dass ein deutsches Opfer unter den Toten sei.

          Bislang gibt es den dortigen Behörden zufolge insgesamt 570 Todesopfer, darunter 13 Ausländer. Bei dem Beben der Stärke 7,8 am Samstag waren zudem Tausende Menschen verletzt worden. Dutzende Nachbeben folgten. Rettungskräfte und Angehörige suchen weiter nach Vermissten.

          Am Dienstagabend lief die Drei-Tages-Frist ab, nach der Erfahrungen zufolge kaum noch Hoffnung besteht, noch Überlebende zu finden. Tausende Menschen verloren durch das Beben ihr Zuhause und sind auf Hilfslieferungen angewiesen.

          Wirtschaftsmaßnahmen als Reaktion beschlossen

          Unterdessen hat die Regierung des Andenstaats drastische Wirtschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung der Krise beschlossen. Staatspräsident Rafael Correa, der die durch das Beben angerichteten Schäden auf drei Milliarden Dollar (knapp 2,7 Milliarden Euro) veranschlagte, kündigte am Mittwoch (Ortszeit) die Erhöhung der Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte auf 14 Prozent für die Dauer eines Jahres an.

          Zudem wird auf je tausend Dollar Monatsverdienst eine Pflichtabgabe in Höhe eines Tagesgehalts erhoben, wie Correa in seiner im Fernsehen und im Radio übertragenen Rede ausführte.

          Weiter ist eine einmalige Abgabe in Höhe von drei Prozent zusätzlich auf Gewinne sowie ein einmaliger Beitrag von 0,9 Prozent auf natürliche Personen mit einem Vermögen von mehr als einer Million Dollar vorgesehen. Correa stellte zudem den Verkauf einiger Vermögenswerte in Aussicht, ohne anzugeben, um welche es sich handeln könnte.

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