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Warnung vor Unwettern : Bahn auf Rheintalstrecke nach Blitzeinschlag mit Problemen

  • Aktualisiert am

Viel Regen in Trier: Feuerwehrleute pumpen einen Keller im Stadtteil Olewig leer. Bild: dpa

Nach einem Blitzeinschlag ist ein Stellwerk der Bahn in Baden-Baden gestört. Dadurch kommt es zu deutlichen Verspätungen. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiter vor den starken Gewittern.

          Ein Blitzschlag hat die Deutsche Bahn am Freitagmorgen auf der zentralen Rheintalstrecke zwischen Offenburg und Karlsruhe ausgebremst. Durch das Gewitter sei ein Stellwerk in Baden-Baden gestört, sagte ein Stuttgarter Bahn-Sprecher. Die Strecke sei zwar nicht gesperrt – die Züge könnten aber nicht mehr nach Signal fahren, sondern nur noch manuell per Funkbefehl.

          Dadurch komme es zu deutlichen Verspätungen, wenn auch nicht zu Ausfällen. „Die Techniker kümmern sich“, sagte der Sprecher. „Aber wir können keine Prognosen machen, wie lange der Betrieb beeinträchtigt sein wird.“ Im Normalbetrieb verkehren auf der Rheintalstrecke bis zu 200 Güterzüge täglich. Zudem wird die Nord-Süd-Trasse stark von Zügen des Fern- und Nahverkehrs genutzt.

          Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Freitagmorgen eine Warnung vor starken Gewittern für die Regierungsbezirke Stuttgart, Freiburg und Karlsruhe herausgegeben. Die Hauptgefahr am Vormittag bestehe vor allem durch Blitzschlag, sagte ein DWD-Meteorologe. Es könnten Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden.

          Für die Mittagszeit sehen die Meteorologen eine mögliche Pause vor dem ungemütlichen Wetter. Schon zum Abend nähere sich jedoch eine Kaltfront, die nochmals verbreitet Schauer und Gewitter mitbringt. Dazu könnte es Sturmböen von 80 Stundenkilometern und Regenfälle von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter geben. Die Gewitter gingen in der Nacht auch weiter, sagte der Meteorologe. Nach Mitternacht soll es vorwiegend in der Osthälfte Baden-Württembergs weiterregnen.

          In Hessen bleibt das Wetter wechselhaft

          Auch in Berlin und Brandenburg wird das Wetter am Wochenende ungemütlich. Der Himmel am Freitag ist bedeckt, es kommt gebietsweise zu Schauern. Nachmittags ziehen kräftige Schauer und Gewitter über den Raum Berlin/Brandenburg. In den betroffenen Regionen weht ein steifer Wind mit einer Windgeschwindigkeit von rund 60 Kilometer pro Stunde. Auch am Samstag verschwinden die Wolken und der Regen nicht, nachmittags rechnet der DWD im Süden Brandenburgs mit Gewittern.

          In Hessen bleibt das Wetter wechselhaft, wird aber trockener. Mitunter rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mit kräftigen Schauern und Gewittern, oft seien auch Starkregen möglich. Teilweise könnte es bei Höchsttemperaturen von 22 bis 25 Grad auch hageln. In der Nacht zum Samstag wird es dann stark bewölkt, vom Westen her lassen Schauer und Gewitter nach. Vereinzelt sind Gewitter bei bis zu 23 Grad möglich. Am Sonntag bleibt es meist trocken, nur im Osten Hessens kann es noch vereinzelt regnen. Im Tagesverlauf lockert sich die Wolkendecke zunehmend auf und einige sonnige Abschnitte sind zu erwarten. Dabei steigen die Temperaturen auf bis zu 25 Grad.

          Bereits am späten Donnerstagabend hat ein Unwetter mit Starkregen und Hagel in Trier vollgelaufene Keller und Sturmschäden zurückgelassen. Die Berufsfeuerwehr und sämtliche freiwilligen Feuerwehren der Stadt rückten zu über 220 Einsätzen aus, wie ein Sprecher am Freitag mitteilte. Unterstützt wurden sie dabei von Polizei, Technischem Hilfswerk und Stadtwerken. Bäume seien umgestürzt, Kanaldeckel angehoben worden und Ampeln ausgefallen. Auch Parkhäuser liefen demnach voll. Autofahrer wurden aufgefordert, vorsichtig zu fahren. Menschen wurden ersten Erkenntnissen zufolge aber nicht verletzt. Die Deutsche Bahn berichtete von Zugverspätungen und Auswirkungen auf den Hauptbahnhof in Trier. Auf mehreren Strecken kam es zu Verzögerungen infolge des starken Regens.

          Die Feuerwehr im nordwestlichen Niedersachsen rückte wegen der Unwetter am Donnerstagabend zu mehreren Einsätzen aus. Das Emsland und die Grafschaft Bentheim waren davon am heftigsten betroffen. In den Städten Papenburg und Haren wurden aufgrund großer Regenmengen mehrere Straßen überflutet, wie ein Feuerwehrsprecher am Freitagmorgen sagte. Keller liefen voll, Straßen mussten abgepumpt werden. Im kleinen Ort Dersum bei Papenburg musste ein Jugendzeltlager evakuiert werden, die Jugendlichen wurden in einem örtlichen Schützenhaus untergebracht.

          „Dass die Straßen gestern übergelaufen sind, liegt daran, dass der trockene Boden solche Wassermassen nicht aufnehmen kann“, erklärte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

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