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Grüne Weihnachten : Festliche Blüten

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Von wegen graue Jahreszeit: Mit den richtigen Pflanzen wird jedes Weihnachtsfest bunt. Bild: Constantini/PhotoAlto/laif

Diese Pflanzen gehören zu Weihnachten wie Zimtsterne und Christstollen. Weihnachtsstern, Amaryllis und Stechpalme beleben die dunkelsten Tage des Jahres. Über die passende Wahl zum besinnlichen Fest.

          Es ist nicht nur die rot-grüne Deko, die auf Weihnachten einstimmt. Auch ganz besondere Pflanzen verbreiten jedes Jahr aufs Neue wieder Vorfreude.Und das Beste: Mit der richtigen Pflege erleben Christrose und Co. auch noch das nächste Jahr!

          Festliches Flair: Der Weihnachtsstern

          Er ist die wohl typischste Weihnachtspflanze. Klassischerweise mit roten Blättern, gerne aber auch creme- oder apricotfarben, neuerdings sogar violett, auch blässlich oder gesprenkelt, von manchen Floristen wohlmeinend mit Goldflitter besprüht. Der Weihnachtsstern, (Euphorbia pulcherrima) auch als Poinsettie bekannt, ist nicht mehr wegzudenken aus der adventlichen Wohnung.

          Der Klassiker: Weihnachtsstern Bilderstrecke

          Auch wenn er im Topf überleben kann, hat der Weihnachtsstern eigentlich wenig in Wohnzimmern zu suchen. Ursprünglich stammt er aus Mexico, ist aber auch zum Beispiel auf den Kanaren zu finden. Die im Freien wachsenden Pflanzen sind groß, etwas sperrig, dennoch elegant. Mit den gedrungenen, oft durch Chemiezusatz im Bonsai-Format gehaltenen Schönheiten auf der Fensterbank haben sie so viel gemein wie eine hochgewachsene Fichte im Winterwald mit einem Kunststoff-Tannenbaum.

          Wer einen stattlichen Weihnachtsstern in der Natur gesehen hat, wird sich schwertun, ihn daheim zwischen die Adventsdeko zu holen. Wer sich dennoch zu Hause an der Schönheit des Wolfsmilchgewächses erfreuen möchte, sollte es an einen sehr hellen, eher kühlen Ort stellen. Es benötigt humose Erde und aufmerksames Gießen: Während der Wachstums- und Blühphase nur wenig Wasser, doch austrocknen darf die Erde nicht. Fallen nach Weihnachten die bunten Blätter ab - bei denen es sich nicht um Blütenblätter, sondern Brakten handelt, die eigentlichen Blüten sind sehr klein und gelb -, ist das kein Zeichen, dass die Pflanze stirbt, sondern sich in eine Ruhephase begibt. Bis etwa April benötigt sie fast gar kein Wasser, wird dann zurückgeschnitten und umgetopft. Den Sommer verbringt sie idealerweise an einem möglichst hellen, kühlen Ort und wird regelmäßig gedüngt. Wenn die Tage kürzer werden, setzt der Weihnachtsstern zur neuen Blüte an. Er wird ins Warme geholt, dann erscheinen bald neue Blüten und Brakten. Am wohlsten fühlt er sich in einem Zuhause mit Wintergarten.

          Opulent dekoriert: Der Weihnachtskaktus

          Die Schlumbergera trägt ebenfalls das Fest im Namen, ist sie doch besser als Weihnachtskaktus bekannt. Nicht, dass sie besonders weihnachtlich aussieht. Doch während sie sich das ganze Jahr über unauffällig verhält, schmückt sie sich just zur richtigen Zeit mit ihren opulenten Blüten. Es bedarf schon einiger Zuneigung, diesem schlichten Gewächs, das für wenige Wochen ziemlich dick aufträgt, einen Platz auf der Fensterbank einzuräumen. Vielleicht hilft ein Blick auf die Ursprünge: Die Schlumbergera stammt aus den tropischen Regenwäldern Brasiliens, wo die schrillfarbige Konkurrenz groß ist. Nur wer auffällt, lockt Bestäuber an. Und so treibt es die Pflanze möglichst bunt: rot, korallenfarben, pink, auch gelb und weiß blüht sie, im Grunde ein willkommener Farbtupfer an grauen Wintertagen.

          Bei uns sind meist Hybriden erhältlich, doch ist beim Kauf ein genauer Blick auf den Namen ratsam. Die Schlumbergera kautskyi steht auf der Roten Liste vom Aussterben bedrohter Pflanzen der Weltnaturschutzunion - sie sollte besser nicht angeschafft werden, um die Nachfrage nicht zu steigern. Der Weihnachtskaktus fühlt sich im Topf ganz wohl, wenn er die richtige Pflege erhält: Blumen- oder Kakteenerde, keine Staunässe sowie einen hellen, zimmerwarmen Platz, nicht in der direkten Sonne. Ab September bekommt die Pflanze eine Ruhepause verschrieben - fast kein Wasser mehr und idealerweise Temperaturen unter 15 Grad. Dann wird es zum Fest etwas mit der Blüte.

          Bringt Vorfreude: Der Ritterstern

          Der Advent ist die Zeit der Vorfreude. Nicht nur deswegen passt der Ritterstern (Hippeastrum) so gut zum Dezember. Die Pflanze, auch als Amaryllis bekannt, bildet zudem einen Ruhepol in der ganzen Betriebsamkeit. Unbeeindruckt von Hektik wächst sie in ihrem eigenen Tempo heran, und die Vorfreude wächst mit. Erst sprießt der Blütenstiel, dann formt sich die Knospe, bis sie eines Tages die wundersame Blüte freigibt.

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