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Deutsche Sprache : Freistoßspray ist Duden-Kandidat

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Schon reif für den Duden? Das Freistoßspray im Einsatz Bild: AP

Der Fußball ist ein Quell der Wortneuschöpfungen: „Auflaufkinder“, „tunneln“, „einnetzen“ – alles Begriffe, die es vom Rasen-Jargon zum anerkannten Wort gebracht haben. Nun hat das Freistoßspray Chancen, in den Duden aufgenommen zu werden.

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          Der Fußball hat der deutsche Sprach schon so manches neue Wort beschert, Freistoßspray zum Beispiel, um nur das neueste zu nennen. Und eben dieses hat die Chance, in den Duden aufgenommen zu werde. Der Leiter der Duden-Redaktion, Werner Scholze-Stubenrecht, hält eine Aufnahme des bei der Fußball-WM in Brasilien neu eingeführten Sprays in das Nachschlagewerk für denkbar. „Ich habe mir zumindest bereits eine Notiz gemacht“, sagte er im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zunächst werde die Redaktion aber beobachten, ob es bleibt. Wenn das Freistoßspray in zwei Jahren völlig vergessen ist, „muss es nicht in den Duden“, sagte Scholze-Stubenrecht.

          Scholze-Stubenrecht zufolge sind in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Fußball-Wörtern aufgenommen worden, darunter die „Auflaufkinder“, die an der Seite der Mannschaften ins Stadion einziehen. Auch technische Begriffe wie „Pressing“ oder Jargon-Wörter wie „Rasenschach“ für ein emotionsloses, sehr taktisches Spiel hätten Eingang gefunden. „Das Wort ’Fußball’ selbst steht seit 1905 im Duden“, erklärte der Chefredakteur. Nach und nach seien dann Begriffe wie „Eckstoß“, „Freistoß“, „tunneln“ oder „einnetzen“ dazugekommen.

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