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„Costa Concordia“ : Operation abgeschlossen

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Das Wrack der „Costa Concordia“ hat seine letzte Reise hinter sich gebracht und ist 30 Monate nach dem Unglück im Hafen der italienischen Stadt Genua angekommen. Bild: AFP

Das Wrack der „Costa Concordia“ ist endlich im Hafen von Genua angekommen. Der Transport von der toskanischen Insel Giglio verlief ohne Probleme. Jetzt kann mit dem Abwracken begonnen werden.

          Um 12.39 Uhr konnte der Chef des italienischen Katastrophenschutzes, Franco Gabrielli, am Sonntag in Genua offiziell bekannt geben: „Die Operation ist abgeschlossen.“ Zuvor hatten Schiffssirenen das Wrack der „Costa Concordia“ im Becken des Genueser Hafens Prà-Voltri begrüßt. Regierungschef Matteo Renzi bedankte sich am Dock bei all denen, die zum Gelingen einer Operation beigetragen hätten, wie man sie noch nie gesehen habe. Nach etwa 100 Stunden Fahrt von der toskanischen Insel Giglio, wo das Kreuzfahrtschiff am 13. Januar 2012 einen Felsen gestreift und leck liegengeblieben war, hatten die beiden Schlepper in einem Konvoi von weiteren 12 Schiffen den Ozeanriesen an der französischen Insel Korsika vorbei am Morgen um 5 Uhr vor den Hafen von Genua gebracht. Kurz darauf gingen erst Hafenlotsen an Bord, um das weitere Manöver zu leiten. Dann kletterte der Vorstandsvorsitzende der Costa-Crociere-Gruppe, Michael Thamm, auf das Wrack, um sich beim südafrikanischen Bergungsleiter Nick Sloane für die gelungene Bergung des 290 Meter langen Schiffes aus den Felsen vor der Insel und für den Transport nach Genua zu bedanken.

          Wegen starker Winde war am Sonntag das Wrack der „Costa Concordia“ erst später als erwartet in den Genueser Hafen gezogen und gesichert worden. Denn kurz nach 8 Uhr gab Gabrielli bekannt, dass der Wind mit bis zu 25 Knoten Geschwindigkeit für das Hineinziehen des Wracks in den Hafen und das Andocken zu stark sei. Erst gegen Mittag sei ein „ruhiges Zeitfenster“ zu erwarten. Ganz Italien erlebt derzeit, zumindest nach der Statistik, einen der regenreichsten Sommer seit Jahrzehnten: In Mailand wurden am Samstag wegen mehrerer schwerer Gewitter einige Straßen von Grund- und Regenwasser überschwemmt. Am späteren Vormittag würdigte Umweltminister Gianluca Galletti den Erfolg der „Costa“-Bergung: Es habe nirgendwo eine Verschmutzung gegeben, sagte er mit Blick auf die Befürchtung der französischen Umweltministerin Segolène Royal, die die Vorbeifahrt an Korsika kritisiert hatte: „Die französischen Freunde müssen lernen, uns mehr zu vertrauen.“

          Das havarierte Kreuzfahrtschiff wird von Schleppern in den Hafen von Genua gebracht. Die Fahrt von der toskanischen Insel Giglio hatte rund 100 Stunden gedauert. Bilderstrecke

          Man sei gewiss erleichtert – aber ein Festtag sei die Einbringung der „Costa“ in Genua keineswegs, sagte Galletti weiter. Ihre Havarie habe unter den gut 4200 Personen an Bord 32 Tote gefordert; unter ihnen sind zwölf Deutsche. Mit dem Andocken der „Costa Concordia“ geht das Eigentum an dem erst 2006 in Genua getauften, damaligen größten Kreuzfahrtschiff der Welt, an ein Konsortium über, das aus dem italienischen Maschinenbauer Saipem und der örtlichen Schiffswerft San Giorgio del Porto besteht. Das Abwracken soll etwa 100 Millionen Euro kosten und 20 Monate dauern. Allein die Bergung der „Costa Concordia“ verschlang 1,6 Milliarden Euro.

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