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Großwildjagd : 350.000 Dollar für ein Nashorn

  • Aktualisiert am

Ein Mann mit speziellen Hobbys: Corey Knowlton Bild: AP

Als er im Januar 2014 bei einer Auktion die Schussrechte für ein Spitzmaulnashorn ersteigerte, brachte Corey Knowlton Tierschutzorganisationen gegen sich auf. Nun setzte er sein Vorhaben in die Tat um – trotz Morddrohungen.

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          Corey Knowlton, ein texanischer Großwildjäger, hat trotz Morddrohungen in Namibia ein geschütztes Spitzmaulnashorn erlegt. Nach einer mehrtägigen Pirsch in Begleitung eines Kamerateams des amerikanischen Fernsehsenders CNN tötete der Siebenunddreißigjährige am Montag einen älteren Bullen, den die namibische Regierung zum Abschuss freigegeben hatte.

          Knowlton hatte im Januar 2014 Tierschutzorganisationen gegen sich aufgebracht, als er bei einer Auktion des Dallas Safari Club für 350.000 Dollar die Schussrechte für das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis) ersteigerte. Wie der Jagdverband damals mitteilte, sollte der Erlös dem afrikanischen Tierschutz zugutekommen. Da die Spezies laut Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht ist, führte der geplante Abschuss aber zu Protesten und Morddrohungen gegen Knowlton.

          Der Texaner erregte die Gemüter weiter, als er in sozialen Medien wissen ließ, durch das Erlegen des Nashorns einen Beitrag zum Tierschutz leisten zu wollen. Da der von der namibischen Regierung ausgewählte Bulle aggressiv sei, würden Artgenossen durch seinen Abschuss geschützt.

          Obwohl die Population in den vergangenen 50 Jahren durch Wilderei von etwa 70.000 auf knapp 5000 Tiere schrumpfte, hatte die amerikanische Regierung Knowlton vor einigen Wochen die Erlaubnis erteilt, den Kadaver des Spitzmaulnashorns nach Texas zu bringen. Daraufhin war der Großwildjäger nach Afrika gereist.

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