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Nerviges Kinderbuch : Conni, die beste Freundin für Kinder – und Eltern?

Kinder mögen Conni gerade deshalb, weil sie nicht so viel anders ist als sie selbst. Bild: Lando Hass

Lange hat unsere Autorin die Kinderbuchfigur Conni gehasst: immer gut drauf, immer perfekt, immer langweilig. Doch beim Aussortieren der Bücher für den nächsten Flohmarkt wird sie plötzlich wehmütig: War Conni wirklich so schlimm?

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          Sie gehörte fast zehn Jahre zur Familie. Sie war immer dabei, denn sie erlebte all das, was meine Kinder auch erlebten: Sie ging erst in den Kindergarten, dann in die Schule, sie feierte Geburtstag, und sie lernte schwimmen, reiten, tanzen. Auf langen Autofahrten hörten wir ihre CDs, vorm Arztbesuch lasen wir, wie sie ihren ersten Auftritt in der Praxis meisterte, wir lernten gemeinsam die Uhr. Conni war immer an unserer Seite, in fast allen Lebenslagen. Und wir alle konnten ihr Lied mitsingen: „Das ist Conni, Conni mit der Schleife im Haar. Conni, Conni, die ist einfach wunderbar.“

          Anke Schipp

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Und so sehr Conni uns begleitete, so sehr nervte sie auch, jedenfalls uns Erwachsene. Vermutlich zieht sich durch viele Familien in Deutschland ein Riss: Die Kinder lieben Conni, die Eltern hassen sie. Conni, das patente Mädchen, das, wie es im Conni-Lied heißt, „immer gut drauf und gar nicht dumm ist“. Sie ist das Gegenteil von Pippi Langstrumpf, die wild und unkonventionell ist und überraschende Dinge tut.

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