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Computer : Kinder und Jugendliche surfen zu sorglos im Internet

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Viele Jugendliche sind im Netz, wenige kennen die Risiken Bild: dpa

Etwa die Hälfte aller Jugendlichen zwischen 12- und 18jährigen schätzt die Sicherheit im Internet als wichtig ein, aber jeder Dritte weiß nicht, wie er sich vor Schäden etwa durch Viren oder Dialer schützt.

          Kinder und Jugendliche sind laut einer Studie zu sorglos beim Surfen im Internet. Zwar bewerte die Hälfte der 12 bis 18 Jahre alten Befragten die Sicherheit im Internet als wichtig, aber jeder Dritte wisse nicht, wie er sich vor Schäden etwa durch Viren oder Dialer schützen könne.

          Nach der am Freitag vorgestellten Studie des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn, wissen vor allem Mädchen oft zu wenig über die Gefahren im Internet. Jedes zweite Mädchen und jeder vierte Junge kenne sich beim Thema Sicherheit nicht aus. Für die repräsentative Studie wurden 770 Mädchen und Jungen befragt.

          Nur durch Schaden wird man klug

          Erst nach finanziellen Einbußen informierten sich die Betroffenen über Schutzvorkehrungen, berichtete das BSI. Schäden können etwa durch Einwahlprogramme - so genannte Dialer - entstehen, die sich oft vom Nutzer unbemerkt auf dessen Computer installieren und dann hohe Kosten für Internetverbindungen verursachen. Viren können meist Daten und Software auf dem Rechner löschen und so genannte Würmer oft geheime Informationen wie Paßwörter oder Kontodaten auf dem Computer ausspähen. „Die Studie zeigt, daß sich Jugendliche erst dann ernsthaft mit dem Thema Sicherheit auseinander setzen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“, erklärte BSI-Präsident Udo Helmbrecht. „Viren scheinen aus Sicht der Jugendlichen zum Internet dazuzugehören wie eine Erkältung im Winter. Diese fatalistische Einstellung müssen wir ändern.“

          Vor allem beim beim Chatten, E-Mail-Austausch und Herunterladen von Musik oder Filmen bestehe die Gefahr, sich mit diesen Computerschädlingen zu infizieren, teilte das BSI mit. Gerade solche Angebote würden sehr häufig von Kindern und Jugendlichen genutzt. Die Hälfte aller Jugendlichen ist mindestens einmal pro Woche online: Die Möglichkeit über E-Mail und Chat zu kommunizieren und sich Multimedia-Inhalte herunterzuladen wird am häufigsten genutzt. Aufgrund der häufigeren Internetnutzung sind nach BSI-Angaben Jungen für die Sicherheit deutlich stärker sensibilisiert als Mädchen. Trotzdem delegierten auch sie die Verantwortung gern an ihre Väter.

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