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Chronik : Schüler, die Bluttaten anrichten

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Robert Steinhäuser erschoß 2002 in Erfurt 16 Menchen Bild: dpa

Immer wieder greifen Schüler zur Waffe, versetzen Mitschüler und Lehrer in Angst und Schrecken und richten Blutbäder in ihren Schulen an. Eine Dokumentation von FAZ.NET.

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          Beim Amoklauf eines ehemaligen Schülers an einer Realschule in Emsdetten (Münsterland) sind mindestens neun Menschen verletzt worden. Der Täter, der sich offenbar selbst das Leben nahm, verfaßte einen Abschiedsbrief im Internet (Siehe auch: Amoklauf in Emsdetten: „Er war immer nur allein“).

          Die Art, wie der frühere Schüler auftrat, weckt Erinnerungen an das Columbine-Massaker in den Vereinigten Staaten im April 1999. Vor allem in Amerika mit seinen lockeren Waffengesetzen kommt es immer wieder zu Schießereien an Schulen. FAZ.NET dokumentiert die spektakulärsten Fälle:

          20. April 1999: An der Columbine-Schule in Littleton im Bundesstaat Colorado erschießen zwei schwarz gekleidete und vermummte Jugendliche zwölf Mitschüler und einen Lehrer und begehen anschließend Selbstmord.

          10. August 1999: In Los Angeles in Kalifornien schießt ein Mann in einer jüdischen Vorschule um sich; er tötet zwei Erwachsene und drei kleine Kinder und wird später zu lebenslanger Haft verurteilt.

          5. März 2001: In Santee im Bundesstaat Kalifornien sterben bei einer Schießerei in einer Schule zwei Schüler, mehrere weitere Menschen werden verletzt.

          26. April 2002: Der 19jährige Robert Steinhäuser dringt in das Gutenberg-Gymnasium in Erfurt ein, erschießt 16 Menschen und tötet sich schließlich selbst. Die meisten der Opfer sind Lehrer.

          21. März 2005: In Red Lake im Bundesstaat Minnesota richtet ein Jugendlicher in einer Schule ein Blutbad an und begeht anschließend Selbstmord. Neun Menschen sterben, unter ihnen fünf Schüler und eine Lehrerin. Zuvor hatte der Schüler seinen Großvater und dessen Lebensgefährtin getötet.

          13. September 2006: Ein Amokläufer im schwarzen Trenchcoat schießt in einer Schule im kanadischen Montreal um sich und tötet eine 19jährige, bevor er sich das Leben nimmt. 19 Menschen werden bei dem Blutbad verletzt.

          27. September 2006: Ein Geiselnehmer in einer Highschool in Bailey im Bundesstaat Colorado erschießt eine 16jährige und sich selbst.

          2. Oktober 2006: Ein Amokläufer dringt in die Dorfschule in Nickle Mines im Bundesstaat Pennsylvania ein und ermordet dort fünf Mädchen der Religionsgesellschaft der Amish. Nach der Tat nimmt sich der 32jährige das Leben.

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