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Chronik : Die schwersten Flugzeugunglücke seit 2000

  • Aktualisiert am

Kurz nach dem Start ist die Maschine verunglückt Bild: dpa

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen und regelmäßiger Checks der Maschinen wird die zivile Luftfahrt immer wieder von schweren Katastrophen heimgesucht. Eine Aufstellung der folgenschwersten Unglücke seit dem Jahr 2000.

          3 Min.

          In den vergangenen Jahren ist es in der zivilen Luftfahrt zu zahlreichen Unfälle gekommen. Die folgende Chronik gibt die Unglücksfälle seit 2000 wieder:

          Das Jahr 2008

          20. August: Eine Maschine der SAS-Tochter Spanair schießt auf dem Madrider Flughafen beim Start über die Rollbahn hinaus und gerät in Brand. 153 Insassen finden den Tod.

          Das Jahr 2007

          5. Mai: In Kamerun stürzt eine kenianische Verkehrsmaschine vom Typ Boeing 737 kurz nach dem Start ab. Alle 114 Menschen an Bord sterben.

          17. Juli: Bei einem der schwersten Flugzeugunglücke in Brasilien sterben 199 Menschen. Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft TAM rutscht bei der Landung in Sao Paolo über die Rollbahn hinaus, passiert eine vielbefahrene Straße und kracht in ein Gebäude samt Tankstelle. Die Maschine und das Gebäude gehen in Flammen auf.

          Das Jahr 2006

          09. Juli: Ein Airbus A310 schießt bei der Landung in der sibirischen Stadt Irkutsk ungebremst über die nasse Landebahn hinaus und geht in Flammen auf: Mindestens 124 Menschen ums Leben. Zwei von drei Deutschen an Bord des in Moskau gestarteten Fluges überleben verletzt. Insgesamt werden 56 Überlebende in Kliniken
          behandelt, 11 Menschen bleiben unversehrt.

          03. Mai: Ein armenisches Passagierflugzeug stürzt beim Landeanflug auf den Flughafen des südrussischen Badeorts Sotschi ins Schwarze Meer. Alle 113 Insassen des Airbus A320 sterben.

          9. Juli: Bruchlandung eines russischen Airbus A-310 der Fluggesellschaft Sibir mit 195 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern an Bord im sibirischen Irkutsk. Nach Angaben der Behörden kommen 122 Menschen ums Leben.

          22. August: Beim Absturz einer russischen Passagiermaschine vom Typ Tupulew 154 in der Ukraine sterben alle 170 Menschen an Bord. Die Maschine der Gesellschaft Pulkowo Airlines war unterwegs von der südrussischen Stadt Anapa nach St. Petersburg.

          27. August: Im US-Bundesstaat Kentucky stürzt ein Passagierflugzeug der Gesellschaft Comair kurz nach dem Start ab. 49 Menschen sterben, nur ein Insasse überlebt. Der Pilot nahm beim Start eine zu kurze Rollbahn.

          30. September: In Brasilien stürzt eine Boeing 737 der Billigfluggesellschaft Gol im Amazonas-Gebiet ab. Keiner der 155 Menschen an Bord überlebt.

          Das Jahr 2005

          22. Oktober: Alle 117 Insassen verlieren ihr Leben, als eine Boeing 737 nördlich der nigerianischen Hafenstadt Lagos abstürzt. Die Maschine der Bellview Airlines war bei stürmischem Wetter in Lagos gestartet und auf dem Weg in die Hauptstadt Abuja.

          5. September: Eine indonesische Passagiermaschine der Fluggesellschaft Mandala stürzt hinter der Startbahn in der Großstadt Medan auf der Insel Sumatra auf dicht besiedeltes Gebiet. 99 der 117 Insassen der Boeing 737-200 und 45 Menschen am Boden sterben.

          16. August: Auf dem Flug von Panama zur französischen Antilleninsel Martinique stürzt eine kolumbianische Chartermaschine vom Typ McDonnell Douglas MD-82 im Nordwesten von Venezuela ab. Alle 160 Insassen sterben.

          14. August: Eine Boeing 737-300 der zyprischen Fluggesellschaft Helios Airways mit 121 Insassen kreist führerlos bei Athen, stürzt dann in die Tiefe und zerschellt am Boden. Kein Mensch überlebt das Unglück.

          3. Februar: Eine Boeing 737-200 der privaten Fluggesellschaft Kam Air zerschellt wenige Kilometer von Kabul entfernt während eines Schneesturms an einem Berg. 104 Menschen werden getötet.

          14. August: Ein zyprisches Paßagierflugzeug mit 121 Insassen prallt führerlos gegen einen Berg und zerschellt. Bei dem Unglück kommen alle Menschen an Bord der Boeing 737 der Helios Airlines ums Leben.

          16. August: Eine Maschine der kolumbianischen Gesellschaft West Caribbean Airways verunglückt auf dem Weg von Panama nach Martinique mit 152 Pssagieren an Bord im Westen von Venezuela.

          Das Jahr 2004

          3. Januar: Bei einem Absturz einer ägyptischen Chartermaschine der Fluggesellschaft Flash Airline ins Rote Meer kommen alle 148 Menschen an Bord ums Leben.

          24. August: Durch ein Terroranschläge stürzen zwei Flugzeuge nahezu zeitgleich ab, dabei werden 89 Menschen getötet. Die Tupolew TU 154 auf dem Weg nach Sotschi war vierzig Minuten vor einer TU 134 in Richtung Wolgograd in Moskau gestartet.

          Das Jahr 2003

          19. Februar: Beim Absturz eines iranischen Militärflugzeugs vom Typ Iljuschin kommen auf einem Inlandsflug von Sahedan nach Kerman alle 275 Insassen ums Leben.

          Das Jahr 2002

          28. Januar: 92 Menschen sterben, als eine ecuadorianische Boeing 727 im Süden Kolumbiens gegen einen Vulkan prallt.

          12. Februar: Eine Tupolew 154 stürzt auf einem Inlandsflug im Südwesten Irans ab. 119 Menschen sterben.

          15. April: Eine Boeing der Gesellschaft Air China stürzt in ein Wohngebiet bei Gimhae in Südkorea. Bei dem Unglück werden 129 Menschen getötet.

          4. Mai: 149 Menschen sterben, als ein Linienflugzeug beim Landeanflug auf den Flughafen in Kano im Norden Nigerias auf bebautes Gebiet stürzt.

          7. Mai: Eine chinesische MD-82 stürzt in der Nähe von Dalian im Nordosten Chinas ins Meer. 112 Menschen sterben.

          25. Mai: 225 Menschen sterben, als eine Boeing 747 der taiwanesischen Gesellschaft China Airlines auf dem Weg nach Hongkong in der Luft auseinander bricht.

          1. Juli: Bei dem Zusammenstoß einer Tupolew und einer DHL-Frachtmaschine sterben alle 71 Insassen.

          Das Jahr 2001

          3. Juli: Beim Absturz einer Tupolew 154 nahe des sibirischen Irkutsk sterben 154 Menschen.

          8. Oktober: Eine Maschine der skandinavischen Fluggesellschaft SAS rammt auf dem Flughafen Mailand-Linate eine deutsche Cessna - 118 Menschen sterben.

          12. November: Ein Airbus stürzt auf dem Flug in die Dominikanische Republik kurz nach dem Start in New York auf ein Wohngebiet. 260 Insassen und fünf Menschen am Boden kommen ums Leben.

          Das Jahr 2000

          25. Juli: Unmittelbar nach dem Start in Paris fängt eine Concorde auf dem Flug Richtung New York Feuer. Der Absturz nur zwei Minuten nach dem Start endet für alle 109 Insassen - unter ihnen 97 Deutsche - tödlich. Auch vier Hotelgäste kommen ums Leben.

          23. August: Kurz vor der Landung in Bahrain stürzt ein Airbus A 320 ins Meer. Alle 143 Menschen an Bord sterben. Unter ihnen sind viele Kinder.

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