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Studie zu Catcalling : Wie Frauen ungestraft belästigt werden

  • -Aktualisiert am

Eine Aktivistin von „catcallsofberlin“ schreibt mit Kreide auf den Bürgersteig, um auf sexuelle Belästigung aufmerksam zu machen. Bild: dpa

Viele Frauen leiden unter anzüglichen Sprüchen, dem sogenannten Catcalling. In einigen Ländern sind diese Belästigungen strafbar – in Deutschland noch nicht.

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          „Willst du Sex mit mir haben? Hab dich mal nicht so.“ Das steht auf dem Gehweg am Bahnhof Berlin-Neukölln mit Kreide geschrieben. Mit diesen Worten hatte hier im November ein Mann eine Frau angesprochen. Sie wendete sich an den Instagram-Account „catcallsofberlin“ und be­richtete, sie habe an der Fußgängerampel gewartet, als ein etwa 30 Jahre alter Mann sich neben sie stellte – und sie das fragte. Sie habe ihm gesagt, sie in Ruhe zu lassen, und zu hören bekommen: „Hab dich mal nicht so!“

          Auf Instagram machen seit einiger Zeit viele Accounts in aller Welt verbale sexuelle Belästigung sichtbar – und kreiden die Vorfälle an den Orten an, an denen eine Person sie erlebt hat. Der erste und bekannteste Account „catcallsofnyc“ hat mittlerweile knapp 170.000 Follower – Hunderte Instagram-Kanäle von Zürich über London bis Frankfurt zogen nach. Laszive Blicke, anstößige Bemerkungen, Hinterherpfeifen und auch das ungefragte Versenden von sexuellen Bildern oder Videos – die Liste mit Beispielen ist lang. Und die Liste an Betroffenen ebenfalls. Aufdringlichkeiten dieser Art sind mittlerweile auch im Deutschen unter dem Wort Catcalling (Katzen-Rufen) bekannt.

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