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Buschbrände : Wind erschwert Löscharbeiten

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Die Rauchwolken, vom All aus gesehen Bild: AP

Die Brandbekämpfung in Australien bleibt schwierig. Die Brände kamen der Stadt Bendalong gefährlich nahe.

          Auch am 11. Tag der Buschbrandkatastrophe in Australien wird die Arbeit der Feuerwehrleute weiter durch Wind erschwert. Wie die Nachrichtenagentur AAP am Freitag berichtete, wüten im Süden und Westen der Millionenstadt Sydney nach wie vor 80 bis 100 Feuer, die durch Böen immer wieder angefacht und in unterschiedliche Richtungen getrieben würden.

          Die Stadt Bendalong war am Freitag von Flammen umgeben. Die Feuer seien außer Kontrolle meldete AAP. Im Ferienort Sussex Inlet rund 200 Kilometer südlich von Sydney wurde das Feuer am Freitag durch den Wind erneut angefacht. Wie es hieß, sei nun auch die benachbarte Region Fisherman's Paradies von den Flammen bedroht. Die Behörden ordneten in dem betroffenen Gebiet erste Evakuierungen an. In Sussex Inlet war am Donnerstag mindestens ein Dutzend Häuser den Flammen zum Opfer gefallen. Tausende Einwohner und Touristen hatten vor dem Feuer Schutz am Strand gesucht.

          Elvis rettet 14 Helfer

          Der Hubschrauber mit dem Spitznamen Elvis, der aus der Luft die Feuerwehrleute auf dem Boden unterstützt, rettete am Donnerstag 14 Helfern das Leben. Sie waren in der Nähe der Wentworth Falls von Bränden eingekesselt gewesen. Eine Waserbombe aus der Luft rettete den Menschen das Leben. Elvis fasst 9.000 Liter Wasser.

          In einem Vorort von Sydney gelang es der Feuerwehr am Freitag, ein absichtlich gelegtes Feuer unter Kontrolle zu bringen. Eine Frau wurde als mutmaßliche Brandstifterin festgenommen. Damit erhöhte sich die Zahl der seit Beginn der Katastrophe Festgenommen auf 24.

          Mitgefühl der Queen

          Unterdessen sprach Queen Elizabeth II. den vom Buschfeuer betroffenen Bewohnern im australischen New South Wales ihr Mitgefühl aus. In einer Nachricht, die vom Regierungschef des Bundesstaates, Bob Carr, übermittelt wurde, äußerte die Queen zugleich ihre Bewunderung für den Einsatz aller Rettungskräfte. Queen Elizabeth II. ist das nominelle Staatsoberhaupt des fünften Kontinents.

          Regierungschef Carr forderte am Freitag die großen Unternehmen des Landes auf, Mitarbeiter freizustellen, damit diese sich weiter an den Löscharbeiten beteiligen könnten. Zugleich kritisierte er einige Unternehmen, die nach seinen Angaben Druck auf ihre Arbeitnehmer ausgeübt hätten, um diese weg von der Feuerfront wieder an die Arbeitsplätze zu bringen. Rund 7.000 der über 20.000 Brandbekämpfer sind Freiwillige.

          Gegenfeuer nicht Grund für Brände

          Jugendliche Brandstifter in Australien sollen künftig ganz konkret erfahren, was sie mit ihren Taten anrichten. Laut einem Beschluss der Regierung des Bundesstaates New South Wales vom Freitag müssen sie Brandopfer im Krankenhaus oder eine Station für Patienten mit schweren Verbrennungen besuchen und bei den Aufräumarbeiten nach einem Feuer helfen.

          Der Feuerwehrchef von New South Wales trat Berichten entgegen, nach denen das Feuer in Sussex Inlet erst durch so genannte „Gegenfeuer“ verursacht worden sei. Die australische Feuerwehr legt diese kontrollierten Brände, um damit die Buschfeuer einzudämmen. Solche „Gegenfeuer“ seien ein geeignetes Mittel, die Buschbrände zu bekämpfen, verteidigte er die Maßnahme.

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