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Britisches Königshaus : Baby George punktet für die Urgroßmutter

  • -Aktualisiert am

William und Kate zeigen ihrem Sohn im Zoo von Sydney einen Bilby. Bild: REUTERS

Der Sohn von Prinz William und Kate bringt den Monarchisten in  Australien neuen Zulauf - erstaunlicherweise vor allem in der jüngeren Generation.

          Baby George ist zur Geheimwaffe des britischen Königshauses im Kampf gegen die australischen Republikaner geworden. Der neun Monate alte Sohn von Prinz William und seiner Frau Kate begeistert die Australier bei seinem Besuch fast noch mehr als seine mit großer Sympathie aufgenommenen Eltern. Die Monarchisten reiben sich die Hände, schon seit Jahrzehnten wollten nicht mehr so viele Australier die englische Königin als nominelles Staatsoberhaupt Australiens.

          Seit der Herzog und die Herzogin von Cambridge bei ihrer Landung auf dem fünften Kontinent von Generalgouverneur Peter Cosgrove begrüßt wurden, haben sie mit ihrem kleinen „Prince Charming“ Pluspunkte sammeln können. Vor allem die Zustimmung der jungen Generation ist erstaunlich. In der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren liegt die Zustimmung zur Monarchie bei 60 Prozent, nur 28 Prozent wollen eine Republik mit einem australischen Präsidenten. Das räumt mit der Vorstellung auf, nur noch mützenstrickende alte Damen seien Anhänger des Königshauses. Die Meinungsumfrage war sogar noch vor dem zehntägigen Besuch der „Royals“ gemacht worden. Quer durch alle Altersgruppen sprechen sich 51 Prozent für die Beibehaltung des Status quo aus, 42 Prozent wollen die Republik. 1999 hatten die Australier in einer Volksabstimmung gegen die Loslösung vom Königshaus gestimmt, obwohl damals die generelle Zustimmung für eine Republik bei fast 60 Prozent gelegen hatte. Dem monarchistischen Regierungschef John Howard aber war es gelungen, die Republikaner zu spalten, und so blieb Elisabeth II. Königin von Australien (so lautet tatsächlich einer ihrer vielen Titel). Ihre jugendlichen Enkel haben nun eine PR-Aktion abgeliefert, die sich die Königin wohl kaum erfolgreicher hätte wünschen können. Ob im Cockpit eines Kampfjets, beim Besuch der Ureinwohner im roten Zentrum Australiens oder im Zoo in Sydney – die Windsor-Show war ein Hit. Nicht zu vergessen Georges Mutter Kate, die mit stetem Kleiderwechsel einen Ansturm auf Modeläden herbeiführte, die „ihre“ Modelle verkaufen.

          Bei dieser Begeisterung um William, Kate und George bleibt den Republikanern nur noch eine Hoffnung: Prinz Charles. Der Thronfolger ist lange nicht so beliebt wie seine Mutter oder seine Kinder. Die robusten Australier wurden nie so recht warm mit Charles, dem überdies die Scheidung von Diana immer noch übelgenommen wird. Sollte Charles aber eines Tages zugunsten seines ältesten Sohns auf den Thron verzichten, können sich die Windsor-Verächter in Australien auf eine lange Wartezeit einstellen.

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