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Bremer Frühchen : Bericht zu Baby-Tod bis Ende November

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Die Ordner sind gefüllt, die Aufklärung zu ESBL dauert noch eine Weile Bild: dpa

Die Ursache für die tödliche Infektionswelle am Bremer Klinikum ist weiter unklar. Ein Bericht soll bis Ende November Klarheit bringen. Die Klinikleitung empfiehlt bei Risikoschwangerschaften vorläufig Ausweichkrankenhäuser.

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          Nach dem Tod von drei Frühchen in Bremen soll ein Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) Mitte bis Ende November vorliegen. Das sagte Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) am Donnerstag in Bremen. Die RKI-Experten, die vom Bremer Klinikum für die Aufklärung hinzugezogen worden waren, hätten bestätigt, dass die Klinik das Richtige gemacht habe, sagte der zuständige Abteilungsleiter der Gesundheitsbehörde, Matthias Gruhl.

          Die Neugeborenen - ein Mädchen und zwei Jungen - hatten sich im Klinikum Bremen-Mitte mit einem Keim infiziert und waren gestorben. Auch andere Babys hatten sich angesteckt. „Die aktuelle Lage ist stabil zu nennen“, sagte Jürgens-Pieper.

          Was die Infektionswelle ausgelöst hat, ist noch unklar. Experten vom Robert-Koch-Institut (RKI) begutachten die Frühchenstation der Frauenklinik. Die RKI-Experten betonten aber, dass nur in einem Drittel der begutachteten Fälle überhaupt die Infektionsquelle aufzuklären ist. Der Chef des Klinikverbundes Gesundheit Nord, Diethelm Hansen, sagte, fest stehe, dass sich die Kinder in allen Fällen in der neonatalen Intensivstation infiziert hätten.

          Klinik empfiehlt Ausweichkrankenhäuser

          Das Klinikum Bremen-Mitte rät Hoch-Risikoschwangeren, derzeit ein anderes Krankenhaus aufzusuchen. Die Klinikleitung will die zehn Säuglinge, bei denen der Keim nachgewiesen wurde, auf einer extra eingerichteten Station unterbringen.

          „Wir werden diese Station vollständig isolieren“, sagte Hansen. Dort sollen die Babys bis zu ihrer Entlassung bleiben. „Damit wir sicher sind, dass es keine weitere Verbreitung des Keims gibt.“ Bis Ende nächster Woche will das Klinikum außerdem die betroffene Frühchenstation grundlegend desinfizieren.

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