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Bibel als „Fiktion“ : Amerikanischer Handelsriese löst Shitstorm aus

  • Aktualisiert am

„Costco hat Bibeln unter dem Genre Fiction im Angebot“, twitterte Caleb Kaltenbach. Bild: Screenshot F.A.Z.

Bloß ein Haufen erdachter Geschichten? Dass in den Läden des Einzelhandelskonzerns Costco die Bibel als „Fiktion“ etikettiert war, hat in den Vereinigten Staaten heftige Proteste ausgelöst.

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          Über den amerikanischen Einzelhandelsriesen Costco ist ein Sturm der Entrüstung losgebrochen, nachdem in einem seiner Läden die Bibel als Fiktion ausgewiesen wurde. Caleb Kaltenbach, Pastor der Discovery Church im kalifornischen Simi Valley, twitterte das Foto einer Bibel, auf deren Preisschild „Fiction“ zu lesen stand. Daraufhin hagelte es Kritik, dass die heilige Schrift der Christen auf diese Weise mit Romanen und anderer Dichtung gleichgesetzt werde. Costco entschuldigte sich daraufhin am Mittwoch.

          Ein Costco-Lieferant habe „einen kleinen Prozentsatz der Bibel falsch ausgezeichnet“, hieß es in einer Unternehmensmitteilung. Costco übernehme dafür „die Verantwortung und hätte den Fehler beheben müssen“. Alle falsch ausgezeichneten Bibeln würden nun sofort umetikettiert.

          Die Angelegenheit hatte eine hitzige Debatte ausgelöst. „Ich war völlig gekränkt“, sagte Shellie Dungan aus Kaltenbachs Gemeinde dem Fernsehsender KTLA-TV. „Verkauft Costco den Koran im Genre Fiktion, frage ich mich“, twitterte ein anderer Kritiker mit Blick auf die heilige Schrift des Islam. Andere kommentierten hingegen im Kurznachrichtendienst Twitter, nach ihrer Überzeugung sei die Bibel tatsächlich eine Sammlung erdachter Geschichten.

          Kaltenbach reagierte inzwischen versöhnlich auf die Stellungnahme des Handelskonzerns. „Nur damit es jeder weiß: Ich bin nicht aufgebracht, wütend oder fassungslos“, twitterte der Pastor. „Ich glaube Costco, wenn sie sagen, dass es ein Fehler war.“

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