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Bettina Wulff : „Die Kinder dürften nicht zu kurz kommen“

  • Aktualisiert am

Will vor allem „First Mummy” bleiben: Bettina Wulff mit Sohn Linus Bild: picture alliance / dpa

Die Ehefrau von Christian Wulff kann trotz der Nominierung ihres Mannes für das Amt des nächsten deutschen Präsidenten noch gut schlafen. Oberste Priorität hätte weiterhin das Familienleben, sagt sie im Gespräch.

          Dass sie vielleicht bald ins Schloss Bellevue einzieht, macht die Frau des Regierungskandidaten nicht nervös.

          Frau Wulff, wie gut schlafen Sie zurzeit?

          Unser zweijähriger Sohn ist gerade phasenweise ein wenig unruhig. Aber wenn der uns schlafen lässt, schlafe ich eigentlich gut und nutze jede Stunde, die ich bekomme.

          Wie stark beschäftigt Sie die Frage, was es für Sie bedeuten würde, wenn Ihr Mann zum Bundespräsidenten gewählt werden würde?

          Es gibt immer wieder solche Momente. Aber ich versuche, den Alltag hier mit den beiden Kindern so normal wie möglich zu leben. Das ist die beste Art der Ablenkung, um nicht so viel zu grübeln.

          Was würde Ihnen Spaß daran machen, Gattin des Bundespräsidenten zu sein?

          Jetzt warten wir erst einmal ab, wie die Wahl wirklich ausgeht. Aber wenn mein Mann zum Bundespräsidenten gewählt werden würde, müsste ich mir als Erstes anschauen, welche Aufgaben damit für mich verbunden wären. Am meisten Spaß würde mir wahrscheinlich machen, mich auch weiterhin für soziale Themen zu engagieren. Das tue ich jetzt hier in Niedersachsen in gewissem Maße schon, zum Beispiel durch Schirmherrschaften.

          Was macht die Rolle der Bundespräsidentengattin aus? Wie haben Sie Ihre Vorgängerinnen wahrgenommen?

          Frau Köhler durfte ich persönlich kennenlernen, wir sind uns zweimal begegnet. Ich habe sie als freundliche, positive Person erlebt, die sehr offen auf die Menschen zugegangen ist. Sie wirkte sehr ruhig an der Seite ihres Mannes, ihre Art kam bei den Menschen als natürlich an. Das würde ich mir auf jeden Fall zum Vorbild nehmen. Außerdem hat auch sie sich für soziale Themen stark gemacht. Das ist eine wichtige Funktion der Frau des Bundespräsidenten. So kann sie ihren Mann unterstützen und ihren Teil der Arbeit leisten.

          Man kennt Sie als eigenständige Person, obwohl Sie einen Ministerpräsidenten geheiratet haben. Hätten Sie Angst, in der neuen Rolle nur noch „die Frau von“ zu sein?

          Dieses Thema kam ja schon auf, als mein Mann und ich vor gut zwei Jahren geheiratet haben. Das ist eine grundsätzliche Entscheidung zwischen den beiden Partnern: dass jeder sein Leben weiterleben kann, dass er seinen Weg aber natürlich auf den des anderen abstimmt. Ich habe meinen Mann immer unterstützt in den Dingen, die er angehen wollte, und er mich andersherum genauso. Von daher glaube ich nicht, dass ich als Frau des Bundespräsidenten mein eigenes Leben aufgeben müsste.

          Könnten Sie sich vorstellen, Ihren Beruf aufzugeben?

          Für eine begrenzte Zeit wäre das möglicherweise in Ordnung. Ich würde die Aufgaben an der Seite meines Mannes dann als meine Art Arbeit verstehen.

          Ihre Eltern spielen eine wichtige Rolle in der Kinderbetreuung. Bekämen wir mit Ihnen auch „First Grandparents“ in Bellevue?

          So oder so bleibt der Lebensmittelpunkt meiner Eltern in Hannover. Wie sich alles Weitere organisieren lässt, müssten wir sehen. Die Kinder dürften natürlich nicht zu kurz kommen. Aber planen werden wir erst, wenn die Entscheidung am 30. Juni gefallen ist.

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