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Nach 31 Stunden : In Berlin-Köpenick fließt wieder Strom

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Am Mittwochabend war auch das Rathaus in Köpenick wieder angestrahlt. Bild: dpa

Aufatmen bei den Berlinern am Mittwochabend: Der große Stromausfall im Stadtteil Köpenick ist vorbei. Die Reparaturarbeiten an einem durchtrennten Kabel gestalteten sich besonders schwierig.

          Aufatmen im Berliner Südosten: Nach 31 Stunden ohne Strom ist der Stadtteil Köpenick seit Mittwochabend wieder am Netz. Tausende Menschen hatten seit Dienstag ohne Licht, Heizung oder Telefon auskommen müssen, nachdem bei Bauarbeiten neben dem Hauptkabel auch das Ersatzkabel beschädigt worden war. Insgesamt waren mehr als 30.000 Haushalte und 2000 Gewerbebetriebe vom Stromnetz abgeschnitten.

          Der Blackout hatte am Dienstagnachmittag begonnen, am Mittwochabend kurz vor 21.30 Uhr gingen dann überall wieder die Lichter an. Spätestens an diesem Donnerstagmorgen dürfte sich der Alltag vieler Bewohner nun wieder normalisieren. Der großflächige Stromausfall hatte das öffentliche Leben in Köpenick zeitweise erheblich eingeschränkt. Trambahnen fuhren nicht mehr, Patienten mussten von Intensivstationen verlegt werden. Schulen und Geschäfte blieben geschlossen.

          Noch ein Stromausfall

          Am Mittwochabend gingen dann auch noch im nahegelegenen Stadtteil Berlin-Rudow die Lichter aus – allerdings nur für etwa 40 Minuten. Ursache sei ein Kabelfehler gewesen, sagte Olaf Weidner, Sprecher der Vattenfall-Tochter Stromnetz Berlin. Mit dem Stromausfall in Köpenick habe das aber nichts zu tun gehabt. Betroffen waren hier etwa 3000 Haushalte.

          Ursache für den Stromausfall in Köpenick war ein Kabelschaden bei Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke. Bei einer Bohrung waren sowohl das Haupt- als auch das Ersatzkabel beschädigt worden. Die verantwortliche Firma habe sich vorab nicht über deren Verlauf informiert, so die Vattenfall-Sprecherin für das Berliner Stromnetz, Julia Klausch.

          „Einen derartigen Fall hat es in Berlin noch nicht gegeben“, erklärte Jürgen Schunk, Leiter des Krisenstabs bei Stromnetz Berlin. Beide Kabelsysteme seien bei der Bohrung vollständig durchtrennt worden, die Monteure hätten die Reparaturarbeiten am Zugang zur Brücke auf engstem Raum durchführen müssen. Insgesamt waren den Angaben zufolge 34.000 Kunden betroffen.

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