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Berlin : Elf Verletzte bei Dreharbeiten zu Tom Cruise-Film „Valkyrie“

  • Aktualisiert am

Unfall: Die Seitenklappe eines Pritschenwagens öffnete sich Bild: ddp

Die kulissenträchtigen Dreharbeiten zum Stauffenberg-Film „Valkyrie“ versetzen den Potsdamer Platz in Berlin um mehr als 60 Jahre zurück. Bei den Außenaufnahmen verletzten sich elf Statisten bei einem Autounfall.

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          Viele Touristen und Berliner haben sich am Wochenende die Augen gerieben: Bei den Dreharbeiten zum Film „Valkyrie“, zu deutsch „Wallküre“, mit Hollywoodstar Tom Cruise ist Berlins Mitte zur Kulisse geworden. In der Wilhelmstraße, wo das Bundesfinanzministerium untergebracht ist, fuhren Lastwagen mit Statisten in Wehrmachtsuniform auf und am Gebäude wehten Hakenkreuzfahnen. Die Dreharbeiten wurden am Abend jedoch von einem Unfall überschattet.

          Am Set wurden am Sonntagabend elf Menschen verletzt, einer von ihnen schwer. Sie waren bei den Aufnahmen in Berlin-Mitte in einer Kurve von einem Lastwagen gestürzt, teilte die Polizei am Montag mit.

          Dreharbeiten nach Unfall abgebrochen

          Der Lastwagen wurde sichergestellt und soll auf technische Mängel hin untersucht werden. Es werde nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Die Komparsen saßen auf der Ladefläche eines Pritschenwagens, als sich ein Riegel löste und die Seitenklappe des Lkw aufging. Cruise selbst war an diesem Abend nicht an den Dreharbeiten beteiligt.

          Die Statisten zogen sich bei ihrem Sturz Prellungen und Platzwunden zu

          Die Filmstatisten, die Wehrmachtssoldaten spielten, erlitten vor allem Prellungen und Platzwunden am Kopf. Der Schwerverletzte schwebe nicht in Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher. Die Dreharbeiten wurden nach dem Unfall unterbrochen.

          Zeuge erhebt Vorwürfe

          Ein Zeuge erhob später Vorwürfe gegen die Produktionsgesellschaft. Die Komparsen hätten die Verantwortlichen einen Tag vor dem Vorfall auf Mängel an dem Lastwagen aufmerksam gemacht, der am Sonntagabend dann verunglückte. Das berichtete am Montag einer der Film-Statisten der Deutschen Presse-Agentur dpa. Mehrmals hätten die Komparsen, die Wehrmachtssoldaten spielten, auch die Produktionsleiter gewarnt, dass auf der Ladefläche des Pritschenwagens eine der hölzernen Seiten lose war. Die Verantwortlichen hätten nicht reagiert, sagte der Zeuge.

          Berliner Regierungsviertel als Kulisse

          In dem Film von Regisseur Bryan Singer spielt Cruise den Hitler- Attentäter Claus Graf Schenk von Stauffenberg. Der Streifen um das Attentat vom 20. Juli 1944 wird zum Teil am historischen Ort im Berliner Regierungsviertel gedreht. Dafür waren am Wochenende mehrere Straßen um das frühere Reichsluftfahrt- und heutige Bundesfinanzministerium gesperrt worden. Im Bendlerblock, wo Stauffenberg erschossen wurde, darf nicht gedreht werden.

          Cruise spielt die Hauptrolle und ist Miteigentümer der Produktionsfirma United Artists. Der Film war in die Kritik geraten, weil Cruise Anhänger der umstrittenen Scientology-Organisation ist.

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