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Benefizkonzert in Manchester : Ariana Grande zu Tränen gerührt

  • Aktualisiert am

Ariana Grande beim nachgeholten Konzert in Manchester Bild: dpa

Mit einem dreistündigen Megakonzert setzen die amerikanische Sängerin und zahlreiche Musikerkollegen am Sonntag vor 50.000 Zuschauern in Manchester ein Zeichen gegen den Terror.

          2 Min.

          Unter großem Jubel hat der Dichter Tony Walsh am Sonntagabend das Benefizkonzert „One Love Manchester“ eröffnet. Zwei Wochen nach dem Anschlag beim Konzert der amerikanischen Sängerin Ariana Grande versammelten sich in der nordenglischen Metropole 50.000 Menschen. Sie wollten Grande und anderen Popstars wie Katy Perry, Justin Bieber, Miley Cyrus, Coldplay und Take That zuhören.

          Das Benefizkonzert unter dem Motto „One Love Manchester“ begann mit einer Schweigeminute für die Anschlagsopfer. Viele der Konzertbesucher trugen Anstecker mit der Aufschrift „Für unsere Engel“. Marcus Mumford, Frontmann der Band Mumford & Sons, eröffnete die Show, bei der unter anderem auch die Weltstars Katy Perry, Justin Bieber, Robbie Williams, Miley Cyrus und Pharrell Williams auftraten. „Lasst die Welt eure Widerstandskraft hören“, rief Williams an die Menge gewandt.

          Ariana Grande stand gemeinsam mit einer Gruppe von Schulkindern auf der Bühne, die ihren Titel „My Everything“ sangen. Einige der Kinder waren auch bei dem Auftritt Grandes vor knapp zwei Wochen zugegen, an dessen Ende sich ein libysch-stämmiger Brite in die Luft gesprengt und 22 Menschen mit in den Tod gerissen hatte. Unter den Opfern waren viele Kinder und Jugendliche. Grande hatte das Benefizkonzert angekündigt, um den Opfern und Hinterbliebenen zu helfen.

          Zwei Wochen nach Anschlag : Schaulaufen der Stars bei Benefizkonzert in Manchester

          Bewegende Gesten

          Grande sang außerdem gemeinsam mit Coldplay-Sänger Chris Martin den Hit „Don't look back in Anger“ (Schau nicht zurück im Zorn) der aus Manchester stammenden Britpop-Band Oasis. Den Titel hatten nach dem Anschlag in Manchester immer wieder Trauernde bei Mahnwachen für die Opfer angestimmt. Während des Konzerts durften Zuschauer ihre Meinung zu den Terroranschlägen in Manchester und London sagen. So mischte sich unter die Begeisterung über das Pop-Event auch immer wieder Betroffenheit.

          Trotz der bewegenden Szenen ließen sich viele Konzertbesucher ihre Lust am Feiern nicht nehmen. Auch Polizisten und Sicherheitskräfte tanzten mit den Konzertbesuchern. „Diese Leute werden unsere Seelen nicht niederdrücken“, sagte Konzertbesucher Abdullah Mala. „Ich habe eine Nachricht für die Welt, habt keine Angst“, sagte die neunjährige Scarlet, die mit ihrer Mutter zu dem Konzert kam und die ebenfalls bereits am 22. Mai in der Manchester Arena war. „Wir müssen einen Weg finden, die Angst zu überwinden“, sagte sie.

          Howard Donald (links) und Gary Barlow (rechts) von Take That traten ebenfalls auf dem Benefizkonzert auf. Bilderstrecke
          Howard Donald (links) und Gary Barlow (rechts) von Take That traten ebenfalls auf dem Benefizkonzert auf. :

          Die Besucher des Benefizkonzerts demonstrierten ihre Solidarität auf verschiedene Weise. Viele trugen Hemden mit einer Biene, dem Wahrzeichen der Stadt Manchester, das nach dem Anschlag eine Renaissance erlebte. Einige hielten Zettel mit der Aufschrift „Wir stehen zusammen“ hoch oder posierten mit Polizisten. Die Mitarbeiter eines Supermarktes verteilten Gratis-Snacks.

          Strikte Sicherheitsvorkehrungen

          Das Benefizkonzert fand keine 24 Stunden nach einem neuen Anschlag in Großbritannien statt, bei dem im Herzen von London sieben Menschen getötet und mindestens 50 weitere verletzt wurden. Nach dem Anschlag in London schrieb Grande im Kurzmitteilungsdienst Twitter „Bete für London“. Ihr Manager Scooter Braun stellte klar, dass das Benefizkonzert trotz der neuen Gewalttat stattfinde, nun mit einem noch „größeren Anliegen“.

          Das Konzert wurde von strikten Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Jeder Besucher werde abgetastet, hatte die Polizei vorab angekündigt. Um die Kontrollen zu beschleunigen, wurden die Menschen daher aufgefordert, keine Taschen mitzubringen. Die Behörden rechneten mit insgesamt etwa 130.000 Menschen rund um das Konzertgelände.

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