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Beinahe-Zusammenstoß : Vierzig Sekunden von der Katastrophe entfernt

  • Aktualisiert am

Glühende Gefahr aus dem Himmel: Meteore Bild: AP

War es Weltraumschrott von der ISS oder ein Meteor, der eine chilenische Linienmaschine über dem Südpazifik knapp verfehlte? Die Experten streiten noch über die Herkunft des glühenden Objekts, das beinahe eine Katastrophe ausgelöst hätte.

          Ein glühendes Objekt hat ein chilenisches Passagierflugzeug über dem Südpazifik nur knapp verfehlt. Der Pilot des Airbus A-340 der „Lan Chile“ hatte berichtet, dass das Objekt wenige Luftmeilen vor seiner Maschine aus dem Himmel gefallen sei. Das Rumoren des glühenden Teils habe die Geräusche des Flugzeugs übertönt. Der aus Santiago de Chile kommende Jet landete schließlich ohne weiteren Zwischenfall im neuseeländischen Auckland.

          Ein russischer Raumfahrtexperte in Moskau widersprach Medienberichten, bei dem Objekt könnte es sich um eine russische Frachtkapsel von der Internationalen Raumstation ISS gehandelt haben. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls sei die Kapsel noch an der ISS angedockt gewesen. Das Transportraumschiff sei erst zwölf Stunden später in den Südpazifik gestürzt. Der Experte vermutete, die Piloten hätten Teile eines abstürzenden Satelliten oder eines Meteoriten gesehen.

          Teile eines zerfallenden Meteoriten

          Das vermutet auch Nasa-Sprecher Nicholas Johnson, der ebenfalls auf einen in der Erdatmosphäre zerfallenden Meteoriten tippte. Er bezog sich dabei auch auf die Daten der russischen Raumfahrtbehörde.

          Rund 50 Meteoriten verglühen jeden Tag in der Erdatmosphäre. Im Vergleich dazu fallen jedes Jahr rund 150 Teile von so genanntem Weltraumschrott, also von Menschen gefertigte Teilte von Raumfahrzeugen, wieder zurück zu Erde. Größere Teile wie die russischen Frachtkapsel werden dabei gesteuert und kontrolliert zum Absturz gebracht.

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