https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/bangladesch-und-indien-viele-tote-nach-ueberschwemmungen-18112201.html

Bangladesch und Indien : Überschwemmungen vertreiben Millionen aus ihren Häusern

  • Aktualisiert am

Menschen sind in Sylhet auf einer überfluteten Straße unterwegs. Bild: AFP

Nach starkem Monsun-Regen treten Flüsse über die Ufer und es kommt zu Erdrutschen. Dutzende Menschen kommen ums Leben, viele durch Blitzschläge. Und es wird noch weiter regnen.

          1 Min.

          Durch Monsun-Stürme und darauffolgende schwere Überschwemmungen sind in Bangladesch und Indien dutzende Menschen gestorben, Millionen mussten ihre Häuser verlassen. Flüsse traten binnen kurzer Zeit über die Ufer, ganze Dörfer mussten evakuiert werden, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Laut den Wettervorhersagen dürfte sich die Lage im Laufe des Wochenendes weiter verschlimmern.

          Allein in Bangladesch starben nach Behördenangaben mindestens 25 Menschen, darunter 21 durch Blitzeinschläge. Nach tagelangem Dauerregen sind demnach weite Teile im Nordosten des Landes überschwemmt. In Sylhet, der Hauptstadt der am schwersten betroffenen gleichnamigen Region, musste der drittgrößte Flughafen des südasiatischen Landes seinen Betrieb einstellen.

          Mehr als vier Millionen Menschen seien von den Überschwemmungen betroffen, sagte der Verwaltungschef der Regionalregierung von Sylhet, Mosharraf Hossain, der Nachrichtenagentur AFP. Die gesamte Region sei ohne Strom.

          Ein Bewohner des Dorfs Companyganj beschrieb, wie der Ort am Freitag plötzlich komplett unter Wasser stand. Er und seine Familie hätten den gesamten Tag über auf dem Dach ihres Hauses ausharren müssen, bis ein Nachbar sie mit einem behelfsmäßigen Boot gerettet habe.

          Auch Indien stark betroffen

          Im angrenzenden indischen Bundesstaat Meghalaya kamen nach Angaben der dortigen Regierung mindestens 16 Menschen seit Donnerstag durch Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben. Im benachbarten Assam starben mindestens 18 Menschen; mehr als 2,6 Millionen Menschen waren von Überschwemmungen betroffen. Der Regierungschef des Bundesstaats, Himanta Biswa Sarma, wies die örtlichen Verwaltungen an, den Betroffenen alle benötigte Hilfe zukommen zu lassen.

          Die Wetterexperten sagten für die nächsten beiden Tage neue heftige Regenfälle voraus. Sie dürften die Lage im Nordosten Bangladeschs und Indiens Nordwesten weiter verschärfen.

          Im flachen und niedrig gelegenen Bangladesch kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen. Erst im vergangenen Monat war die Region Sylhet von der verheerendsten Flut der vergangenen zwei Jahrzehnte getroffen worden, rund vier Millionen Menschen waren betroffen. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben.

          Experten zufolge werden Zahl und Ausmaß der Katastrophen infolge des Klimawandels in Zukunft noch weiter zunehmen.

          Weitere Themen

          Avus Autobahn wieder befahrbar

          Brand im Grunewald : Avus Autobahn wieder befahrbar

          Laut Feuerwehr kann die Autobahn 115 seit Mittwochabend wieder befahren werden. Es seien deutliche Erfolg bei den Lösch- und Kühlungsarbeiten erzielt worden, sodass der Sperrkreis verkleinert werden kann.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.