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Bahnunglück : ICE entgeht nur knapp einer Katastrophe

  • Aktualisiert am

Die Lok des ICE 600 nach dem Zusammenstoß Bild: AP

Das Zugunglück in Baden hätte beinahe schlimmere Folgen gehabt: Als die Lok eines ICE nach dem Zusammenstoß mit einem Traktor entgleiste, streifte sie die letzten Wagen eines entgegenkommenden ICE.

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          Ein mit 70 Passagieren besetzter ICE ist am Donnerstagmorgen auf der Strecke Basel - Freiburg im Kreis Lörrach entgleist. Ein Winzer war um 9.35 Uhr mit seinem Traktor von einem Steilhang auf die Schienen gestürzt. Der Mann wurde dabei schwer verletzt. Der ICE 600 (Basel-Dortmund) prallte nach der Ausfahrt aus dem Katzenberg-Tunnel auf den Traktor. Von den Fahrgästen im Zug wurde offenbar niemand verletzt.

          Der Unfall hätte jedoch leicht weit schlimmer ausgehen können: In dem Moment, als der ICE 600 Richtung Dortmund nach der Kollision mit dem Traktor links aus den Schienen sprang, schrammte der entgleiste Triebwagen die letzten zwei Wagons des entgegenkommenden ICE 271 Richtung Basel. Zu größeren Schäden ist es glücklicherweise nicht gekommen, sagte Bahnsprecher Jürgen Lange. „Wir sind gottfroh, daß das nur so abgelaufen ist.“ Der lediglich angeschrammte ICE sei in einem der nächsten Bahnhöfe inspiziert worden und habe seine Fahrt fortgesetzt.

          ICE nur langsam unterwegs

          Eine Person habe aber möglicherweise einen Schock erlitten, sagte ein BGS-Sprecher. Er sprach von „sehr viel Glück im Unglück“. Der ICE war in der an Kurven und Tunnel reichen Strecke, die mitten durch Efringen-Kirchen führt, mit etwa 80 Stundenkilometern nur langsam unterwegs. Der hintere Teil des ICE-Zuges blieb laut BGS völlig unbeschädigt und fuhr noch am Vormittag mit den Fahrgästen zum nächsten Bahnhof. Dort standen Busse für die Reisenden bereit. Die Zugstrecke im Unfallbereich wurde vorübergehend in beide Richtungen gesperrt.

          Rettungsmannschaften arbeiten an der aufgerissenen Lok, die mit einem Traktor kollidierte

          Da das Ausmaß des Zugunglücks zunächst nicht abzusehen war, hatten Bundesgrenzschutz und Polizei ihre Mannschaften zu einem Großeinsatz gerufen. Auch die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz waren im Einsatz. Wie viele Fahrgäste in dem ICE saßen, war zunächst nicht genau bekannt. Eine Sprecherin der Bahn schätzte die Zahl auf 70 bis 130. Zur Höhe des Sachschadens wurden noch keine Angaben gemacht.

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